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Open-Air-Kino am Zugersee: In diesem Jahr stimmt der Mix

Ab dem 9. Juli werden auf dem Europa-Platz am Seeufer wieder Filme im Open-Air-Kino gezeigt. Das Programm bedient jeden Geschmack. Eine weitere Tendenz dürfte Filmliebhabern sehr gefallen.
Marco Morosoli
Ab dem 9. Juli werden wieder Filme unter freiem Himmel am Zugerseeufer gezeigt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. August 2016))

Ab dem 9. Juli werden wieder Filme unter freiem Himmel am Zugerseeufer gezeigt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. August 2016))

Was gibt es Schöneres, als an einem lauschigen Sommerabend am Zugerseeufer einen Film anzuschauen. Die Möglichkeit gibt es auch in diesem Jahr wieder. Gleich in der ersten Vorstellung des diesjährigen Open-Air Kino in Zug gibt es von der ersten Minute an Hochspannung. Regisseur Stephen Spielberg hat praktisch im Vorbeigehen «The Post» für die Leinwand geschaffen. Die Besetzung ist mit Meryl Streep und Tom Hanks erstklassig wie das Thema.

Die «Washington Post» hat zu Beginn in den 1970er-Jahren durch den Chefredaktor Ben Bradlee (Tom Hanks) einen Vertuschungsversuch im Weissen Haus aufgedeckt. Jetzt steht deren erste Herausgeberin Katharine Graham (Meryl Streep) vor einer schwierigen Entscheidung: veröffentlichen oder dem politischen Druck nachgeben? Spielberg inszeniert ohne Pathos. Die Hochspannung hält bis zum Schluss.

Churchill und eine kämpferische Mutter

Der zweite Höhepunkt mit «Three Billboards Outside Ebbing Missouri» folgt nur drei Tage (12. Juli) später. Weil die lokale Polizei in den Augen von Mildred Hayes (Frances McDormand) zu wenig tut, um den Tod ihrer Tochter aufzuklären, mietet sie drei grosse Reklameschilder am Ortseingang, um auf den Missstand hinzuweisen. Es beginnt ein Kleinkrieg. Frances McDormands Schauspiel ist eine Wucht. Insgesamt ist der Film aber auch eine Gesellschaftsanalyse einer ordinären Kleinstadt in Amerika, in der plötzlich Leben einkehrt. Verdientermassen hat McDormand den Oskar als beste Hauptdarstellerin geholt.

Die starke erste Woche schliesst «Darkest Hour» (Samstag, 14 Juli) ab. Es zeigt, wie die britische Politik im Mai 1940 funktioniert hat, nachdem Nazi-Deutschland Frankreich überrannt hat. Die Briten stehen alleine da und müssen sich entscheiden, ob sie aufgeben oder Widerstand leisten sollen. Mit der Wahl von Winston Churchill (Gary Oldman) haben sie sich für den Kampf entschieden. Doch auch er hadert es mit dem Schicksal, wie die britische Produktion zeigt.

Ein Wiedersehen gibt es mit dem Film «Mamma Mia!» aus dem Jahre 2008. Die Fortsetzung mit dem gleichen Personal – einfach zehn Jahre später und dem Zusatz «Here we go again». Viel griechischer Sonnenschein, blauer Himmel, Musik und Tanz sind die Ingredienzen dieser Wohlfühldauerparty. Bis zum 15. August sind auf dem Europaplatz am Seeufer insgesamt 37 Filme zu sehen. Zu den vier bereits erwähnten Filmen sind weitere Trouvaillen dazugekommen.

Viele Filme in Originalfassung

Eine bitterböse Darstellung vom schwierigen Teenagerdasein in der US-Provinz ist «Lady Bird» (16. Juli). Sehenswert ist unter vielen anderen starken Filmen «Shape of Water» (23. Juli). Regisseur Guillermo del Toro hat für diesen Film einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte in diesem Jahr den Oscar als bester Film geholt. Das Accessoire des Filmes ist einzigartig.

Erwähnenswert ist zudem, dass viele Filme in der Originalfassung laufen. Zum Beispiel bieten Filme wie «Darkest Hour», «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» und «The Post», um nur einige zu nennen, nur in der Originalfassung die entsprechende Authentizität. Die Open-Air-Kino-Besucher müssen sich somit aufs Lesen einstellen. Aber so kommt jeder Film immer noch besser zur Geltung, als wenn er synchronisiert wäre. Im Fernsehen mag dies noch angehen, aber im Kino ist das Synchronisieren ungefähr so, als würde einer Lokomotive der Originalmotor ausgebaut und durch ein billiges Imitat ersetzt.

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