In diesem neuen Center im Herti ist für länger ziemlich viel Zug drin

Die Migros hat das Herti-Zentrum im Zuger Westen aufgefrischt und heller gemacht. Sogar etwas Altbewährtes erlebt eine Wiedergeburt.

Marco Morosoli
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Am Donnerstag wird das neue Herti-Zentrum offiziell eröffnet.

Am Donnerstag wird das neue Herti-Zentrum offiziell eröffnet.

Bilder: Maria Schmid (Zug, 12. Oktober 2020)

Im Container einzukaufen, das macht auf die Dauer keinen Spass. Im Container arbeiten übrigens ebenso wenig – vor allem in Hochzeiten des Coronavirus. Nach knapp zehn Monaten in diesen beengten Verkaufsverhältnissen hat das Herti-Provisorium nun bald ausgedient.

Ab Donnerstag, 15. Oktober, gibt es im neuen Herti-Zentrum viel mehr Migros. Zu einem Zwei-MM-Geschäft reichen die nunmehr 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche zwar nicht ganz. Jedoch, so weiss Antonia Reinhard von der Pressestelle der Genossenschaft Migros Luzern zu berichten, sei dieser Supermarkt «der grösste unter den Kleinen» in der Zentralschweiz. Gegenüber der bisherigen Verkaufsstelle gibt es im neuen Migros eine bediente Fleisch- und Fischtheke. Das Sortiment lässt kaum noch Wünsche offen. Das mehr an Platz dürfte so auch die Artikel-Auswahl der Billigmarke vergrössern, welches das Budget schont. Insgesamt decken die 16 verschiedene Shops, die neben der Migros noch im Herti-Zentrum anzutreffen sind, eine sehr breite Bedarfspalette ab.

Das Gebäude mehr oder weniger ausgekernt

Die Migros hat für den Umbau des Herti-Zentrums rund 30 Millionen Franken aufgewendet. Walter Baumann, Leiter Immobilien-, Bau- und Zentrumsmanagement bei der Genossenschaft Migros Luzern, erzählt voller Stolz, dass die Bauherrschaft «gegen 80 Prozent der Aufträge an Handwerksbetriebe aus dem Kanton Zug verteilt habe». Baumann offenbart auch, dass «wir das ganze Zentrum neu gebaut haben». Ohne es offen zu sagen, muss der Zustand der 1983 erstellten Baute demnach nicht der beste gewesen sein. Unter der Berücksichtigung dieses Einwurfs zeigten die ausführenden Unternehmer viel Einsatz – und das trotz des Coronavirus.

Wie ein anderer mit dem Bau des Zentrums befasster Vertreter sagte, hätte das Virus die Bauarbeiten kaum behindert, aber sehr wohl verteuert. Genau Zahlen wollte dann aber niemand nennen. Vielmehr zeigten die Migros-Exponenten, dass sie froh seien, wie ihr 2014 erstandenes Einkaufszentrum nun mehr Helligkeit zulasse als sein Vorgänger. Das Konzept mit den vier Eingängen hat die Sanierung überlebt. Diese Laufachsen münden alle in einem grossen Platz. Viele der Mieter – bis auf das Verkaufslokal des anderen Grossverteilers Coop – haben auch im neuen Herti-Zentrum ihren Platz gefunden. Die Bäckerei Bossard mit einem Café, ein seit Jahren beliebter Treffpunkt, ist etwas in den Osten gewandert, wirkt aber wie vieles andere viel heller.

Noch gibt es für die Mitarbeiter einiges zu erledigen.

Noch gibt es für die Mitarbeiter einiges zu erledigen.

Sogar die Post hat sich im neuen Einkaufszentrum von Zug West einen Platz gesichert. Darüber dürften sich die Pensionäre in diesem Quartier, in dem rund 5000 Menschen leben, sicher freuen.

Ein gängiger Quartiertreff ausgeräumt und aufgehellt

Die Migros-Bauherrschaft ist auch froh, dass sich der Betreiber des Restaurants Sandi zum Weitermachen entschlossen hat. Der legendäre dunkle Steinboden ist zwar nicht mehr, auch die Tische sind heller. Da beim offiziellen Rundgang noch einiges im Lokal nicht ersichtlich war, bleibt es dabei, bis am Donnerstag auf den totalen Durchblick zu warten.

Die Lebensmittelgeschäfte, zu denen auch ein Denner gehört, sind im Herti-Zentrum bereits um 7.30 Uhr offen. Sie schliessen um 19 Uhr. Das «Sandi» ist laut einem Flyer von 8 bis 23 Uhr geöffnet.