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In drei Wochen ist die ganze Schwingarena weg

Die grösste temporäre Sportarena der Welt verschwindet relativ schnell: In weniger als einem Monat sind Tribünen und Sägemehlringe verschwunden.
Andrea Muff
Geschätzte 420 000 Besucher waren von Freitag bis Sonntag in der Stadt Zug am Esaf. (Bild: Swiss-Image, Zug, 24. August 2019)

Geschätzte 420 000 Besucher waren von Freitag bis Sonntag in der Stadt Zug am Esaf. (Bild: Swiss-Image, Zug, 24. August 2019)

Die Zahlen sind beeindruckend: Geschätzte 420 000 Schwingfans aus der ganzen Schweiz haben die Stadt Zug übers Wochenende besucht. Knapp 850000 Zuschauer sahen am Sonntag in der Spitze den Schlussgang des Eidgenössischen Schwingfests, meldet die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Als sich Christian Stucki gegen Joel Wicki zum König krönte, habe SRF einen Marktanteil von durchschnittlich 80,3 Prozent verzeichnet. Auf den SRF-Onlineplattformen erreichten die Sportangebote mit Livestream, Resultaten, News und Hintergrundberichten übers gesamte Wochenende fast 2,2 Millionen Seitenbesuche.

Heinz Tännler, Präsident des Esaf-Organisationskomitees (OK), sagt: «Es ist einfach fantastisch, dass man ein solches Fest auf die Beine stellen konnte. Es war ein Fest der Superlative.» Er freut sich besonders über die enorme Unterstützung der Zuger Bevölkerung. Und auch finanziell sei das Fest aufgegangen, ist sich der Zuger Finanzdirektor sicher: «Wir erwarten ein Rekordergebnis.» Für die definitiven Zahlen brauche es aber noch ein bis zwei Wochen.

«Alles perfekt organisiert»

Laut Tännler sind die Gastro-Betriebe, die auf dem Festgelände gewirtet haben, mit dem Umsatz zufrieden. Auch hier liegen noch keine genauen Zahlen vor. Aber: «Es sind weit über 500000 Liter an Getränken ausgeschenkt worden», weiss der OK-Präsident. Einzig beim Festwein habe es einen Engpass gegeben. Dieser ging am Sonntagmittag aus. Jedoch wurde schnell ein anderer besorgt. Besonders lobt Tännler die Sauberkeit auf dem gesamten Festgelände. «Alles war perfekt organisiert.» So würde er mit dem heutigen Wissenstand an der Organisation nichts ändern. An das OK von Pratteln – das nächste Esaf findet 2022 im Baselbiet statt – hat Tännler folgenden Tipp: «Aufnehmen, wie wir es gemacht haben, und noch ein paar lokale Briketts hinzufügen.»

Der OK-Präsident hatte erwartungsgemäss nicht viel Zeit, um sich das Schwingen anzusehen. Den Schlussgang habe er aber in der Arena verfolgen können. Tännler schwärmt:

«Unvergesslich bleiben für mich der Fahnenempfang und der Festumzug. Die über 50000 Zuschauer haben meine kühnsten Erwartungen übertroffen.»

Auch, dass 90 Prozent der Besucher mit dem öffentlichen Verkehr angereist sind, lobt er. «Unser Appell wurde ernstgenommen.» Die beiden Transportunternehmen, SBB und Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB), ziehen gleichermassen eine positive Bilanz.

Engpässe im Verkehr, aber gute Stimmung

Cyrill Weber, Unternehmensleiter der ZVB, sagt auf Anfrage: «Auf dem Liniennetz der ZVB kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen. Unser spezieller Esaf-Fahrplan mit den geplanten Verstärkungskursen hat sich bewährt. Die friedliche Esaf-Stimmung war auch in unseren Bussen spürbar.» Die ZVB war am Wochenende mit rund 150 Fahrzeugen unterwegs. Insgesamt über 400 Mitarbeiter waren im Einsatz. Die SBB konnten am Wochenende mit über 100 Extrazügen den Festbesuchern 120000 zusätzliche Sitzplätze anbieten. «Die Stimmung unter den Reisenden war sehr gut, obwohl es in einigen Zügen sehr eng wurde», weiss SBB-Mediensprecher Reto Schärli. Zu den grössten Engpässen kam es in der Nacht auf Sonntag und nach dem Schlussgang. Laut Schärli sind zwischen 16 und 20 Uhr am Sonntag rund 50000 Personen in die bereitgestellten Züge eingestiegen. «Zum Vergleich: An einem Werktag steigen in Zug gesamthaft rund 44000 Personen ein und aus. Im Rahmen des Esaf wurde also innert weniger Stunden die Passagierfrequenz eines ganzen Tages bewältigt», erklärt Schärli.

Und nun ist der Abbau bereits voll im Gang. Bis Ende Woche sind die Strassen geputzt, die Signalisation sowie Entsorgungsstände entfernt. Die Zelte auf der Leichtathletikanlage werden schnell abgebaut. In der Arena wurde bereits die Vortribüne entfernt. «In drei Wochen ist die ganze Arena weg», sagt Tännler. Und in vier bis sechs Wochen werde man nichts mehr von der Grossveranstaltung sehen. Danach gehe es aber an die Landsanierung, so Tännler.

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