In Hünenberg soll eine Baulücke geschlossen werden

In Hünenberg See ist eine Siedlung mit rund 50 Wohnungen vorgesehen. Der Projektwettbewerb ist abgeschlossen.

Carmen Rogenmoser
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Das Areal im Gebiet Kemberg-Huob in Hünenberg See soll überbaut werden.

Das Areal im Gebiet Kemberg-Huob in Hünenberg See soll überbaut werden.

Bild: Stefan Kaiser (17. April 2020)

Im Gebiet Kemberg-Huob im Ortsteil Hünenberg See entsteht eine neue Wohnsiedlung. Die Eigentümer der vier betroffenen, bisher unbebauten Grundstücke sind die Geschwister Bütler und die Jego AG. Sie haben gemeinsam einen Projektwettbewerb lanciert. Sechs Architekturbüros wurden eingeladen. Als Sieger hervorgegangen ist das Projekt «Pink Paradise» von den CST Architekten und Iten Landschaftsarchitekten aus Unterägeri. Das vermeldet die Keeas Raumkonzepte AG aus Zürich. Sie ist für die Durchführung und die Betreuung des Wettbewerbs zuständig. Das Projekt bildet nun die Grundlage für einen kleinen Bebauungsplan, der für das Areal vorgesehen ist.

Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs lief unter dem Titel «Wohnglück im Grünen – individuelles Wohnen in naturnaher Umgebung». Die neue Wohnsiedlung soll inmitten des bestehenden ruhigen und familiären Quartiers entstehen, wie dem Jurybericht zu entnehmen ist. Als wichtig definiert wurden eine hohe Lebens- und Wohnqualität, die Identität des Quartiers basierend auf architektonischen und freiraumplanerischen Massnahmen, die Einpassung in die umliegende naturnahe Landschaft, sowie eine gute Gestaltung des Siedlungsrandes.

Vier Wohnhöfe mit eigenen Identitäten

«Pink Paradise – Individuelles Wohnen am gemeinschaftlichen Wohnhof» hat diese Vorgaben am Besten umgesetzt. «Das Team übernimmt die bestehenden Hang- und Grünraumstrukturen und bettet vier unterschiedliche, jedoch miteinander verwandte Wohnhöfe harmonische darin ein», lautet die Begründung im Bericht.

Die Wohnhöfe dienen als Begegnungszone. Im untersten Wohnhof ist die bauliche Dichte am höchsten. Dort sind viergeschossige, zusammengefasste Bauten mit kleinen Wohneinheiten vorgesehen. Hangaufwärts verändern und vergrössern sich die Wohneinheiten. «Die Anzahl Gebäude kann sich in der weiteren Planung noch ändern», sagt Seraina Schwizer von der Keeas AG.

«Im unteren Bereich sind mehrheitlich Reihenhäuser und Doppeleinfamilienhäuser geplant, im oberen Bereich Einfamilienhäuser.»

Die einzelnen Bauten seien individuell gestaltbar. «Gemäss aktuellen Planungen sind zirka 45 bis 50 Wohnungen geplant, was jedoch in der weiteren Planung noch etwas abgeändert werden kann.»

Einfacher Bebauungsplan wird erarbeitet

Jeder Komplex wird separat von der Huobhalde her erschlossen. Im unteren Teil des Hangs gibt es für zwei Wohnhöfe eine gemeinsame Tiefgarage. Oben am Hang sind individuelle Garagen vorgesehen. Ein Fussweg führt durch alle vier Komplexe von der Huobstrasse bis zum Kemberghof. Die Wohnhöfe werden sorgfältig gestaltet und durch niedrige Stützmauern gefasst. Baum, Sitzbank und Brunnen machen sie zu Treffpunkten.

Der Projektwettbewerb startete im Oktober des letzten Jahres. Anfang März wurden die Projekte beurteilt. «Als nächster Schritt wird die Bauherrschaft in enger Absprache mit der Gemeinde den einfachen Bebauungsplan erarbeiten, welcher vom Gemeinderat erlassen wird», so Schwizer. Auch die langfristige Zeitplanung der Umsetzung wird in Angriff genommen. Der Zeitpunkt der Realisierung sei daher derzeit noch ungewiss.