In Hünenberg steht die Berufswahl im Fokus

Am «Tag der offenen Tür» der Hünenberger Firmen erhielten Schüler der 2. Oberstufe einen ersten Einblick in die Arbeitswelt.

Nadine Wyss
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Wie viele Zimmer haben Platz? Wo kommt das Bad hin? Wie gross soll die Küche werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Mittwochmorgen neun Schüler einer Sekundarklasse aus Hünenberg. «Niveau A und gute Noten in Mathematik sind bei uns Voraussetzungen für die Lehre als Zeichner/in EFZ», erklärte Geschäftsleitungsmitglied der Jego AG, Jeanette Bonani-Jeggli. Die Jego AG ist ein Familienunternehmen, welches Gebäude und Überbauungen als Totalunternehmer plant und realisiert.

Das Projekt der Gemeinde Hünenberg Tag der offenen Tür in Zusammenarbeit mit der Schule wurde am Mittwoch bereits zum 15. Mal durchgeführt. Auch die Jego AG war schon mehrere Male mit von der Partie. Zweitjahreslehrling Noah Birbaumer (17) organisierte mit Hilfe von Lehrlingsausbildnerin Céline Bigler ein abwechslungsreiches Programm für die Schüler. Er hat sich für eine Lehre als Zeichner EFZ inklusive Berufsmatura (BM1) entschieden. «Ich möchte anschliessend Architektur studieren», verriet er. Die Schüler durften in einer Gruppenarbeit einen Grundrissplan zeichnen. Während Dominic Aitken und Lucy Schicker die Räume einteilten und skizzierten, assistierte Leandra Hager den beiden. Der 14-jährige Dominik Aitken aus Hünenberg durfte bereits bei einer anderen Firma schnuppern. Er könnte sich eine Lehre als Zeichner EFZ gut vorstellen. «Ich habe mir aber auch schon überlegt, eine kaufmännische Lehre zu machen, um danach Polizist zu werden», erklärte er seinen Berufswunsch. Leandra Hager aus Hünenberg ist 13 Jahre alt. Sie interessiert sich auch für Innenarchitektur und hat bereits einen Anlass dazu besucht. «Eine Lehre als Zeichnerin EFZ kommt für mich auch in Frage», verriet sie und ergänzte: «Ich bin aber offen. Auch die Kantonsschule ist bei mir ein Thema.»

Engagierte Mitarbeit wird gelobt

Die erstellten Grundrisse durften die Jugendlichen im Anschluss präsentieren. Mit viel Fantasie, Ideen und Begeisterung hatten sie diese Aufgabe gemeistert. Die Auflösung erfolgte durch Lehrlingsbetreuerin Céline Bigler. Sie präsentiere den Schülern den fertigen Grundrissplan einer 5 ½-Zimmerwohnung eines Mehrfamilienhauses, welches von der Jego AG realisiert wurde. Der 14-jährige Nicola Burkart aus Hünenberg See hat viel Spass beim Konstruieren und verfügt nach seinen Angaben über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. «Ich habe gute Noten in Mathematik, weniger gut liegen mir die Sprachen.» Aus diesem Grund kommt für ihn die Kantonsschule nicht in Frage. Er hat bereits eine Schnupperlehre bei einer anderen Firma absolviert und könnte sich auch einen Pflegefachberuf vorstellen. Sein Kommentar: Der Morgen bei der Jego AG, fand ich sehr abwechslungsreich.

Auch die 15-jährige Lucy Schicker, die gut in Geometrie ist, war gleicher Meinung: «Es hat mir gut gefallen und ich könnte es mir vorstellen.» Lehrer Bernhard Runkel war zufrieden mit den Jugendlichen: «Sie zeigen sich interessiert und engagiert.» Auch Céline Bigler und Noah Birbaumer lobten die Schüler.