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Kolumne

In Luft aufgelöst

Reporter Charly Keiser über die Zuger GLP, die bei der CVP-Fraktion Unterschlupf fand.
Charly Keiser
Charly Keiser.

Charly Keiser.

Das grosse Ziel der Zuger GLP an den vergangenen Wahlen im Oktober war der Gewinn eines zusätzlichen Sitzes im Kantonsrat. Dies, damit die Partei mit fünf Parlamentariern Fraktionsstärke erreicht und auf diese Weise zu verschiedenen Vorteilen kommt. So erhalten die Fraktionen jährlich eine Grundentschädigung sowie einen Beitrag pro Fraktionsmitglied. Zudem sind die Fraktionen mit ihren Chefs im Büro des Kantonsrats vertreten, wo die Informationen gebündelt werden. Ausserdem haben die Fraktionen Anrecht auf Sitze in Kommissionen. Diese bedeuten zwar Arbeit, aber die Kommissionsmitglieder können die Sicht ihrer Partei bei den Sitzungen einbringen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Denn «der frühe Vogel fängt den Wurm».

Die GLP hat ihr Wahlziel nicht erreicht. Sie ging auf die ALG zu, um von ihr ein Mitglied ausgeliehen zu bekommen. Vergeblich. Auch die FDP lehnte die Aufnahme der GLP-Mitglieder in ihre Fraktion ab. Erst der Deal mit der CVP brachte die vier GLP-Parlamentarier an besagte Honigtöpfe. So sitzen nun die Vier auch in Kommissionen. Einer davon gar in zwei. Doch der Preis ist hoch. Denn die Fraktion heisst CVP-Fraktion und die GLP hat sich in Luft aufgelöst. Gut möglich, das die Wähler in vier Jahren die GLP wegen ihres Manövers um Macht und Einfluss an der Urne abstrafen wird.

Und auch der CVP könnte die Einverleibung der GLP in vier Jahren Bauchschmerzen bereiten. Denn mit drei Regierungsräten, acht von elf Gemeindepräsidien, dem Landschreiber, der Ratspräsidentin, dem Präsidenten der Staatswirtschaftskommission und jedem dritten Kommissionssitz, verfügt die 27-Prozent-Partei über ausgesprochen viel Macht in der kommenden Legislatur. Bekanntlich neigen Schweizer dazu, an der Urne dafür zu sorgen, dass keine Partei zu mächtig wird. Zudem könnten auch die CVP-Wähler in vier Jahren reagieren. Denn wo CVP draufsteht ist heute auch GLP enthalten. Ein Umstand der manchem Wählern der beiden Parteien wohl gerne vorher bekannt gewesen wäre.

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