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In Oberägeri soll ein neues Ärztezentrum entstehen

Die Raiffeisenbank schliesst bekanntlich ihre Geschäftsstelle an der Hauptstrasse 42. Nun laufen Verhandlungen mit dem Dorfarzt Emil Schalch. Dieser möchte ein zukunftsträchtiges Projekt auf die Beine stellen.
Rahel Hug
Die Raiffeisenbank-Filiale in Oberägeri wird nächstes Jahr geschlossen. (Bild: Werner Schelbert, 22. März 2018)

Die Raiffeisenbank-Filiale in Oberägeri wird nächstes Jahr geschlossen. (Bild: Werner Schelbert, 22. März 2018)

Was passiert mit den Räumlichkeiten, wenn die Filiale der Raiffeisenbank in Oberägeri nicht mehr besteht? Eine Frage, die man sich im Dorf schon länger stellt. Bekanntlich wird die Geschäftsstelle geschlossen, wie im letzten Jahr kommuniziert wurde. Was den genauen Zeitpunkt der Schliessung betrifft, sprachen die Vertreter der Bank zuletzt von «frühestens Ende 2019».

Nun gibt es Neuigkeiten. Im Haus soll ein Ärztezentrum der besonderen Art entstehen. Erik Müller, Vorsitzender der Bankleitung, bestätigt, was an den Stammtischen und in den Dorfläden bereits diskutiert wird. «Angedacht ist ein Ärztezentrum. Wir stecken mitten in den Verhandlungen», sagt Müller und ergänzt: «Aus unserer Sicht wäre eine solche Lösung ein Gewinn für das Dorf und das ganze Ägerital.»

Schliessung voraussichtlich im Juni 2020

Die Bank ist Stockwerkeigentümerin im Gebäude und wird dies voraussichtlich auch bleiben, wie Müller erklärt. Ziel sei es, die Räumlichkeiten den Betreibern des neuen Zentrums zu vermieten. Auf die Frage, wann denn nun der Bankstandort definitiv geschlossen werde, sagt Müller: «Das wird voraussichtlich im Juni 2020 sein.»

Der Zeitpunkt hänge mit dem Umbau der anderen Geschäftsstellen in Unterägeri und Sattel zusammen. «Diese werden wir den neuen Bedürfnissen anpassen.» Die Führung werde näher zusammenrücken und am Standort Unterägeri entstehe ein Kompetenzzentrum für Firmenkunden. Weil die Baueingabe für die Umbauten noch nicht erfolgt sei, könne er auch das genaue Datum der Schliessung noch nicht kommunizieren, so Erik Müller.

Der Bancomat wird bleiben

Fest steht hingegen etwas anderes: Der Bancomat wird bei der angestrebten Lösung an seinem Standort bleiben. «Auch das Einzahlungsgerät und die 24-Stunden-Tresoranlage im Eingangsbereich bleiben weiterhin bestehen», führt der Vorsitzende der Bankleitung aus.

Den Lead beim Projekt Ärztehaus hat Emil Schalch. Er hat eine eigene Praxis an der Fischmattstrasse 2 in Oberägeri. «Angesichts der Herausforderungen im Gesundheitswesen braucht es zukunftsträchtige Ideen», ist der Mediziner überzeugt. Die klassische Einzelpraxis sei ein Auslaufmodell, sagt Schalch, der selber 66-jährig ist. Er verfolge deshalb die Idee, ein Zentrum aufzubauen, das mehr sei «als bloss ein paar Ärzte unter einem Dach» und von dem die ganze Gemeinde profitieren könne. «Es geht zunächst darum, die Grundversorgung in Oberägeri über meine und Joachim Henggelers Pensionierung hinaus an einem zentralen Standort aufrecht zu erhalten», legt Emil Schalch dar.

Joachim Henggeler hat ebenfalls lange Zeit eine eigene Praxis im Dorf geführt, die er vor einigen Jahren in das Xundheitszentrum Ägerisee umgewandelt hat, um das Grundversorger-Angebot auszubauen. Im Xundheitszentrum Ägerisee sind aktuell neben einem Allgemeinmediziner zwei Kinderärzte tätig. Natürlich sei im neuen Ärztezentrum auch der Aufbau einer gynäkologischen Sprechstunde denkbar, sagt Emil Schalch. Im Ägerital gibt es zurzeit keinen Frauenarzt. «Jetzt gilt es, motivierte junge Kollegen für das Projekt zu gewinnen», so der Arzt. Schalch legt aber Wert darauf, dass zurzeit noch gar nichts spruchreif sei: «Zuerst müssen wir nun die Verhandlungen mit der Bank abschliessen.» Er gehe davon aus, dass das Vorhaben bis Ende Jahr konkrete Formen annehmen werde.

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