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In Oberägeri wagen SVP und CVP einen Angriff

Sieben Kandidaten für fünf Sitze: Die Gemeinderatswahl wird spannend, vor allem weil vier Bisherige im Rat bleiben wollen. Zudem stellt sich die Frage, ob die Exekutive eine Männerrunde bleibt oder ob die einzige Kandidatin den Sprung schafft.
Carmen Rogenmoser

Bleibt der Oberägerer Gemeinderat eine reine Männerrunde oder kann sich eine Frau durchsetzen? Die Chancen stehen nicht schlecht, obwohl – oder auch weil – nur eine einzige Kandidatin zur Wahl steht. Durch den Rücktritt des CVP-Gemeinderats Peter Staub entsteht eine Vakanz, die unweigerlich zu einer Veränderung führt. Diese Chance möchte sich Evelyn Rust nicht entgehen lassen. Nach ihrem ersten Versuch vor vier Jahren wagt sie den Sprung in die Exekutive erneut. Die CVP-Politikerin (Jahrgang 1978) ist 2014 zwar knapp gescheitert, hatte aber doch einen bedeutenden Einfluss auf die damaligen Wahlen: Dank ihrer Kandidatur wurde überhaupt gewählt.

Bis heute hat sich das Bild nicht stark verändert: alle 2014 gewählten Vertreter sind noch im Rat und ausser Peter Staub stellen sich auch diesmal alle zur Wiederwahl. Dennoch wird es in Oberägeri am 7. Oktober wohl ziemlich spannend: Sowohl die CVP wie auch die SVP, die gegenwärtig mit je einem Sitz im fünfköpfigen Gremium vertreten sind, wollen einen zweiten Sitz dazugewinnen. Neben Evelyn Rust – sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist Geschäftsleitungsmitglied in der eigenen Bäckerei – soll sich Beat Wyss für die CVP den zweiten Sitz sichern. Der 48-jährige Holzbautechniker ist ebenfalls kein politisch unbeschriebenes Blatt.

Von 2011 bis 2015 sass er für Oberägeri im Kantonsrat. Der Projektleiter einer Holzbaufirma mit Sitz in Morgarten ist seit 29 Jahren Mitglied der Feuerwehr und gehört zu den Initianten der Ägerital Energie. Mit diesem Duo möchte die CVP ihren Einfluss vergrössern und wieder einen zweiten Sitz im Gemeinderat erreichen. Diesen hat sie 2006 zu Gunsten der SVP, die es damals erstmals in den Gemeinderat schaffte, verloren.

Auch die Rechten greifen an

Nun möchte ebendiese SVP ihren Einfluss verstärken: Die Lokalpartei hat ebenfalls zwei Kandidaten nominiert. Das sind zum einen der bisherige Andreas Meier (Vizepräsident und Vorsteher Bau und Infrastruktur) und zum anderen Thomas Müller. Der selbstständig Erwerbende mit Jahrgang 1971 startet mit der Kandidatur seine politische Laufbahn in einem Exekutivamt. Andreas Meier hingegen ist seit über zehn Jahren im Gemeinderat tätig, als erster SVP-Vertreter. Genug hat der Alösler aber noch nicht. Er ist in der Arbeitsgruppe Inventarisierung und der Betriebskommission des Seewasserwerks Ägerital tätig und Präsident der Fachkommission Tiefbau.

Ein zweiter Sitz für die CVP oder die SVP müsste entweder auf Kosten der FDP, die zwei Sitze besetzt, oder auf jene des Forums gehen. Dass die FDP – seit 2006 stärkste Partei der Gemeinde – an Einfluss verliert, ist wohl eher unwahrscheinlich. Bei der bevorstehenden Gesamterneuerungswahl hat sie gar zwei Trümpfe im Ärmel: die beiden Bisherigen Pius Meier und Marcel Güntert.

Meier, der bei den letzten Wahlen jeweils mit Topresultaten glänzte, tritt zudem erneut als Gemeindepräsident an. Dieses Amt ist ihm so gut wie sicher. Der 61-jährige Landwirt aus Alosen ist seit 2003 im Gemeinderat vertreten, seit 2008 als Präsident. Er ist zudem Verwaltungsratspräsident der Ägeribad AG und im Verwaltungsrat der ZEBA. Marcel Güntert, ebenfalls in Alosen wohnhaft, hat sich als Gemeinderat in den letzten sechs Jahren ebenfalls einen Namen gemacht. Der Projektleiter (Jahrgang 1969) steht dem Ressort Bildung vor.

Ein einziger linker Kandidat

Noch einmal wissen möchte es auch Paul Iten (Jahrgang 1954). Er sitzt seit sieben Jahren für das Forum im Oberägerer Gemeinderat und steht dem Ressort Soziales vor. Bei der Wahl 2014 musste Iten von allen bisherigen Kandidaten am meisten zittern. Schliesslich reichte sein Resultat aber für den erneuten Einzug. Auch in diesem Jahr wird es für ihn nicht einfach, seinen Sitz zu verteidigen. Die Konkurrenz von CVP und SVP ist gross, dass er sich durchsetzt, kann aber dennoch erwartet werden. Immerhin tritt der Sekundarlehrer als einziger linker Vertreter an.

Rechnungsprüfungskommission

Bei der Rechnungsprüfungskommission (RPK) kommt es zu einer stillen Wahl: Für die drei Sitze stehen genau drei Personen zur Wahl: Hubert Häusler (FDP, bisher), Sandro Näf (CVP, bisher), Esther Schelbert (CVP, bisher). Für das Präsidium stellt sich ebenfalls wieder Sandro Näf zur Verfügung. (red)

Diese Oberägerer wollen in den Gemeinderat

Pius Meier (FDP)

– bisher, Kandidat fürs Präsidium
– Jahrgang 1957
– verheiratet, 3 Kinder
– Landwirt
– Verwaltungsrat ZEBA, Verwaltungsratspräsident Ägeribad AG

«Lebensqualität im attraktiven ländlichen Raum, auch in Zukunft.»


Marcel Güntert (FDP)

– bisher
– Jahrgang 1969
– verheiratet, 3 Kinder
– Projektleiter Laborplaung
– Präsident der Schulkommission, Strategiekommission

«Oberägeri ist einmalig, tragen wir Sorge dazu.»


Evelyn Rust (CVP)

– neu
– Jahrgang 1978
– verheiratet, 2 Kinder
– Geschäftsleitung Bäckerei Hotz Rust AG
– Vorstand Skilift Raten, sowie CVP Oberägeri

«Frisch – kommunikativ – zielorientiert: Ich setze mich für ein aktives Dorf ein. Ich bin dafür, dass der Spielraum konsequent zum Wohl der Bevölkerung ausgeschöpft wird.»


Beat Wyss (CVP)

– neu
– Jahrgang 1970
– verheiratet, 3 Kinder
– Holzbautechniker, Zimmermeister
– Verwaltungsrat Ägerital Energie, Feuerwehr Oberägeri

«Traditionen leben und erhalten, Neues wagen. In Oberägeri sollen sich alle und speziell Familien wohlfühlen.»


Andreas Meier (SVP)

– bisher
– Jahrgang 1962
– verheiratet, 2 Kinder
– Energieingenieur
– Präsident Fachkommission Tiefbau, Betriebskommission Seewasserwerk

«Zuwanderung und Wachstum stellen auch Oberägeri vor grosse Herausforderungen. Zum Dorfleben und der Lebensqualität muss Sorge getragen werden.»


Thomas Müller (SVP)

– neu
– Jahrgang 1971
– ledig
– selbstständig
– Vize-Präsident SVP Oberägeri

«Themen wie Standortqualität, weniger Verwaltung und mehr Eigenverantwortung werde ich mit gesundem Menschenverstand einzubringen versuchen.»


Paul Iten (Forum)

– bisher
– Jahrgang 1954
– verheiratet, 4 Kinder
– Sekundarlehrer
– Stiftungsrat Sonderschule Schulplus, Kantonale Konferenz Langzeitpflege

«Oberägeri soll Lebensraum für alle Bevölkerungsschichten bleiben. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Bevölkerung auf gute soziale Dienstleistungen zählen kann.»

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