In Steinhausen entsteht auf dem Crypto-Areal ein neues Quartier

Auf dem Crypto-Areal sind rund 200 Wohnungen geplant. Das Siegerprojekt kommt aus Zug.

Vanessa Varisco
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Zwischen den Gebäuden soll das Areal begrünt werden.

Zwischen den Gebäuden soll das Areal begrünt werden.

Visualisierung: PD

Jetzt steht das Siegerprojekt für die Weiterentwicklung des Crypto-Areals in Steinhausen fest. Gestern teilte die Areal Steinhausen Zug AG mit, dass das Team, bestehend aus den Axess Architekten AG, Zug, Leutwyler Partner Zug mit Van de Wetering Atelier für Städtebau GmbH und Hager Partner AG, das Beurteilungsgremium überzeugen konnte und damit den städtebaulichen Wettbewerb für sich entschieden hat. Die Sieger haben sich gegen fünf weitere Mitbewerber durchgesetzt.

«Die hohe Qualität liegt im städtebaulichen Grundkonzept», wird der Entscheid in der Mitteilung begründet. Weil die Gebäude unterschiedlich hoch geplant sind, würden sie sich gut in die bestehende Umgebung eingliedern. «Das war dem Gremium wichtig», erklärt die Medienverantwortliche Barbara Hofstetter. Denn dadurch entstehe ein «besonderer Dialog mit den Nachbarschaften».

Das Quartier soll lebendig sein

Insgesamt entstehen rund 200 Wohnungen auf dem Areal – sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen. Aber auch Dienstleistung und Gewerbe sollen ihren Platz auf der Fläche bekommen. Für Vereine seien ebenfalls Möglichkeiten für Lokalitäten vorgesehen. «Das Quartier soll lebendig wirken», betont die Medienverantwortliche. Ausserdem wurde ein neuer Doppelkindergarten für die Gemeinde ins neue Quartier eingeplant. «Das war ein Anliegen der Gemeinde», ergänzt Barbara Hofstetter. Damit werden verschiedene Nutzungen auf dem Crypto-Areal realisiert. «Die zu bebauende Fläche ist gross. Wichtig war es der Areal Steinhausen Zug AG deshalb, dass darauf etwas Schönes entsteht, dass mit vielen verschiedenen Nutzungen grossen Teilen der Bevölkerung Freude macht.»

Ein Augenmerk wurde deshalb auf die Begrünung gelegt. Geplant ist eine Parklandschaft zwischen den Gebäuden. «Wichtig ist auch das Fussgänger und Velonetz, welches der gesamten Bevölkerung zur Verfügung steht», hebt Hofstetter hervor. Die Wege führen entlang der Parzellengrenzen, weiter gibt es Querverbindungen. Das Quartier selber soll autofrei bleiben.

Die Bevölkerung wurde einbezogen

Bei der Weiterentwicklung wurde die Bevölkerung abgeholt und konnte vorgängig an einem Workshop Wünsche und Visionen äussern. «Das hat sich gelohnt», findet Hofstetter. Denn als das Projekt diese Woche Vertretern aus Nachbarschaft, Politik, Gewerbe, Bildung und Vereinen vorgestellt worden sei, wurde viel Lob ausgesprochen. «Das positive Echo freut die Eigentümerschaft sehr. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass bei einem grossen Projekt so viel Einvernehmen herrscht», resümiert Hofstetter. Die Inputs aus jener Schlussbesprechung werden von den Architekten noch einmal aufgenommen und weiterverarbeitet. Nun liegt der Ball bei der Gemeinde. Sie wird einen ordentlichen Bebauungsplan erstellen, welcher sich auf das Richtprojekt stützt. Voraussichtlich nächstes Jahr können die Steinhauser Stimmberechtigten darüber abstimmen. Wann genau Baustart sein soll, ist laut den Verantwortlichen noch völlig offen.

Die Weiterentwicklung des Areals ist in Steinhausen schon länger Thema. 2018 schrieb die Areal Steinhausen Zug AG einen städtebaulichen Wettbewerb aus. Auf der rund 31000 Quadratmeter grossen Fläche sollten laut Vorgabe Wohnungen und Geschäftsräume entstehen.