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Im Gemeinderat von Steinhausen stehen Veränderungen an

Sieben Kandidaten stellen sich zur Wahl in den fünfköpfigen Gemeinderat. Drei Bisherige treten an, die Linke möchte ihren Sitz mit einem neuen Kandidaten verteidigen, die SVP will zurück in die Exekutive – und die Piraten greifen an.
Andrea Muff

Der 7. Oktober verspricht, spannend zu werden. In der Gemeinde Steinhausen tritt Gemeindepräsidentin Barbara Hof­stetter nicht mehr zur Wahl an. Somit kommt es zum Wechsel an der Spitze. 1998 wurde die CVP-Politikerin in das Exekutiv-Gremium gewählt, und seit drei Legislaturen hat sie das Amt der Präsidentin inne. Dass sie 2018 bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung steht, hat Hofstetter bereits früh verkündet. Die CVP hatte somit Zeit, nach einem Kandidaten zu suchen.

Diesen hat die Lokalpartei in der Person von Markus Amhof gefunden. Der Landwirt und Forstwart ist im Erli in Steinhausen aufgewachsen und ist Geschäftsführer der Amhof Forst GmbH. Zusammen mit dem bisherigen Hans Staub, Vorsteher Sicherheit und Bevölkerungsschutz, sollen die beiden Sitze im Gemeinderat verteidigt werden. Hans Staub kandidiert auch für das Präsidentenamt: Er wurde 2006 in den Steinhauser Gemeinderat gewählt. Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen 2014 erzielte Staub mit rund 150 Stimmen mehr als Barbara Hofstetter das beste Resultat. Eine gute Basis für seine Kandidatur – gerade als Gemeindepräsident. Die FDP steigt mit zwei Bisherigen ins Rennen: Carina Brüngger, Vorsteherin Finanzen, und Esther Rüttimann, Vorsteherin Soziales und Gesundheit, sollen die beiden Sitze verteidigen. Vor vier Jahren konnte die FDP einen zweiten Sitz gewinnen. Esther Rüttimann konnte sich im zweiten Wahlgang gegen die Parteilosen Peter Felber und John Stutzer sowie den SVP-Kandidaten Heinz Fuchs durchsetzen. Doch nicht nur beide Sitze möchten die Freisinnigen behalten, auch ganz oben mischen sie mit. Esther Rüttimann kandidiert für das Amt der Gemeindepräsidentin. Mit ihr wäre weiterhin eine Frau an der Spitze. Die beiden FDP-Politikerinnen sind die einzigen Frauen, die für den Gemeinderat kandidieren.

Die Linke greift mit neuem Mann an

Interessant wird auch, was auf der linken Seite passiert: Andreas Hürlimann (Grüne), der es 2014 im dritten Anlauf in die Exekutive geschafft hat, räumt nach einer Legislatur seinen Platz. Er kandidiert für den Regierungsrat. Den Sitz in der kommunalen Exekutive verteidigen soll Christoph Zumbühl (Grüne). Die SP und Grünen Steinhausen haben ihn zusammen nominiert, wie es in der Medienmitteilung zur Nomination hiess. Die SP selbst hat für den Gemeinderat entsprechend keinen Kandidaten aufgestellt. Die Lokalpartei war zuletzt während der Legislatur 2011–2014 mit Marco Cervini in der Exekutive vertreten. Der 42-Jährige ist seit sechs Jahren Jugendarbeiter bei der Katholischen Kirchgemeinde Steinhausen. Ursprünglich kommt er beruflich aus dem Treuhand- und Kaufmanngewerbe.

Pirat will in die Exekutive

Auf der rechten Seite gibt es hingegen nur ein Ziel: Die SVP will zurück in den Gemeinderat. Richten soll es Bruno Beck. Der Inhaber eines regionalen KMU soll den 2014 verlorenen Sitz zurückgewinnen. Heinz Sennrich, der von 2003 bis 2014 im Gemeinderat sass, kehrte im Juni 2012 der Partei den Rücken und politisierte fortan als Parteiloser. Nun soll der 55-jährige Bruno Beck wieder die rechtsbürgerliche Stimme in der Exekutive vertreten. Bekannt ist Bruno Beck bereits als Fasi-Oberhaupt 2011. Er war Steivater Bruno I und ist beim SC Steinhausen engagiert.

Ein weiteres bekanntes Gesicht mischt bei der Wahl im Herbst ebenfalls mit: Stefan Thöni von der Piratenpartei. Die Kandidatur von Stefan Thöni gibt dem Wahlkampf ein bisschen Pfeffer: Denn der IT-Unternehmer und Softwareentwickler setzt sich für die Transparenz ein und ist dabei mit dem jetzigen Gemeinderat aneinandergeraten. Sein Anliegen: die Herausgabe von Gemeinderatsprotokollen, die ihm die Gemeinde verweigerte. Das Bundesgericht gab dem Piraten recht und die Gemeinde musste die Beschlüsse – zum Teil geschwärzt – herausrücken. Zudem kandidiert er für das Gemeindepräsidium.

Insgesamt kandidieren sieben Personen für den Gemeinderat – drei kämpfen um das Amt des Präsidenten.

Rechnungsprüfungskommission

Für die drei Sitze in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) stehen fünf Personen zur Wahl: Barbara Gasser (parteilos, bisher), Erika Gnos-Jedelhauser (CVP, bisher), Christian Bollinger (SP, neu), Stefan Sandoz (SVP, neu) und Urs von Wartburg (FDP, neu). Letzterer kandidiert auch für das Präsidium. (red)

Die Kandidaten für den Gemeinderat

Hans Staub (CVP)

– bisher, Kandidat fürs Präsidium
– Jahrgang 1958
– verheiratet, 4 Kinder
– Mechanikermeister
– Präsident Betriebskommission WESt, Vizepräsident GVRZ

«Ich will Steinhausen für alle lebenswert erhalten und dabei die Eigenverantwortung stärken.»


Markus Amhof (CVP)

– neu
– Jahrgang 1973
– verheiratet, 2 Kinder
– Geschäftsführer Amhof Forst GmbH
– Vorstand Ortspartei, Mitglied Begleitgruppe Jugendarbeit

«Lokales Gewerbe schafft Ausbildungsplätze, vielseitige Arbeitsplätze und flexible Dienstleistungen. Aus diesem Grund muss Steinhausen für das Gewerbe attraktiv bleiben.»


Carina Brüngger (FDP)

– bisher
– Jahrgang 1965
– verheiratet, 2 Kinder
– CFO Infoniqa SQL AG
– Präsidentin Betriebskommission Chilematt, Präsidentin FDP Steinhausen

«Die Gemeinde muss sich weiterhin auf ihre Kernaufgabe konzentrieren, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Dafür stehe und setze ich mich weiterhin ein.»


Esther Rüttimann (FDP)

– bisher, Kandidatin fürs Präsidium
– Jahrgang 1969
– verwitwet, 2 Kinder
– Assistentin Geschäftsleitung
– Präsidentin VKPS, Stiftungsrätin

«Als mögliche Gemeinderatspräsidentin den Blick für das Gesamte bewahren und mit dem Kollegium optimale Lösungen für die Bevölkerung erarbeiten.»


Christoph Zumbühl (Grüne)

– neu
– Jahrgang 1976
– verheiratet, 2 Kinder
– Jugendarbeiter
– Mitglied Begleitgruppe Jugendarbeit, Kassier Theaterverein, Helfer Rebbaugenossenschaft

«Ich setze mich für ein vielfältiges Steinhausen ein, mit Platz für Familien, Vereine, Kultur und Natur. Lasst uns gemeinsam die Zukunft unseres Dorfes gestalten.»


Bruno Beck (SVP)

– neu
– Jahrgang 1963
– verheiratet, 1 Kind
– Inhaber KMU
– OK-Mitglied Anlässe SC Steinhausen, Juniorenlagerleiter SC Steinhausen

«Steinhausen liegt mir am Herzen, weil es sehr zentral gelegen und immer noch eine überschaubare Gemeinde mit Dorfcharakter ist.»


Stefan Thöni (Piratenpartei)

– neu, Kandidat fürs Präsidium
– Jahrgang 1985
– alleinstehend
– IT-Unternehmer
– Präsident Piratenpartei Zentralschweiz

«Ich möchte mehr Transparenz und Offenheit der Gemeindepolitik gegenüber den Einwohnern sowie mehr Engagement durch bessere Teilnahmemöglichkeiten schaffen.»

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