In Zug wird das öV-Angebot erweitert

Im Kanton Zug wird das Angebot des öffentlichen Verkehrs auf den Fahrplanwechsel vom 11. Dezember weiter ausgebaut. Im Vordergrund stehen dabei Massnahmen auf verschiedenen Buslinien.

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Ein Bus der Zugerland Verkehrsbetriebe im Einsatz. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Bus der Zugerland Verkehrsbetriebe im Einsatz. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Innerhalb des öffentlichen Verkehrs hat der Freizeitverkehr in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Aufgrund dieser Entwicklung wird beispielsweise das bestehende Angebot der Buslinie 6 der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember an Sonn- und Feiertagen verdichtet.

Ebenfalls im Interesse des Freizeitverkehrs stehen Angebotsverbesserungen auf der ZVB-Linie 10 (Oberägeri– Raten).

In der Gemeinde Baar werden die Wohngebiete an der Ägeristrasse gegenwärtig am Abend noch nicht mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Diese Angebotslücke wird künftig mit vier Abendverbindungen von Montag bis Samstag ab dem Bahnhof Baar geschlossen werden.

Ebenfalls ein neues Abendangebot bestellt der Kanton Zug zusammen mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ab dem kommenden Fahrplanjahr von Montag bis Samstag auf der Buslinie 280 zwischen Baar und Hausen am Albis. Allerdings verkehren die Busse nur dann, wenn dafür Bedarf besteht.

Verbesserungen im Pendlerverkehr

Auf der ZVB-Linie 53 zwischen Küssnacht am Rigi und Rotkreuz wird von Montag bis Freitag ein neuer Frühkurs ins Angebot aufgenommen. Damit können in Rotkreuz kurz vor sechs Uhr zusätzliche Anschlüsse an den Bahnverkehr Richtung Zug–Zürich und Luzern hergestellt werden.

Auf der ZVB-Linie 8 (Baar–Steinhausen–Cham–Rotkreuz) wird in Zukunft sowohl zwischen Baar und Cham als auch zwischen Cham und Rotkreuz von Montag bis Freitag durchgehend ein 15-Minuten-Takt angeboten.

Fahrplanstabilität soll verbessert werden

Verkehrsüberlastungen im Raum Cham haben in der Vergangenheit immer wieder zu negativen Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr geführt. Die Folge waren unter anderem grössere Verspätungen im Busverkehr, die vor allem auf der Linie 8 mit unliebsamen Anschlussbrüchen zwischen den Bussen und den Stadtbahnen verbunden waren. Um die Anschlüsse zur Stadtbahn besser gewährleisten zu können, wird die Linie 8 bis auf weiteres in Cham «gebrochen» und die beiden Linienäste nach Baar und Rotkreuz werden autonom betrieben, heisst es in einer Medienmitteilung des Amts für öffentlichen Verkehr.

Auch im Bahnbereich sind verschiedene Angebotsmassnahmen vorgesehen: So wird unter anderem auf der Stadtbahnlinie 1 von Montag bis Freitag am frühen Morgen ein Zugspaar zwischen Luzern–Baar und umgekehrt mit einer zweiten Flirt-Komposition verstärkt. Zudem wird die SBB auch im Fernverkehr ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2011 eine Angebotsverbesserung vornehmen: Es handelt sich dabei um eine zusätzliche InterRegio- Frühverbindung, die von Montag bis Freitag ab Brunnen und an den Wochenenden ab Arth- Goldau nach Zürich HB verkehren wird (Abfahrt in Zug jeweils um 6.29 Uhr).

Fahrgastzahlen weiterhin im Aufwärtstrend

Dass das Angebot im öffentlichen Verkehr weiterhin gut ankommt, zeigt die Entwicklung im ersten Halbjahr 2011: So beförderten die Bahnen und Busse des Regional- und Ortsverkehrs von Anfang Januar bis Ende Juni 2011 innerhalb des Kantons Zug rund 300'000 Reisende mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer Zunahme um 2,3 Prozent. Im Tarifverbund Zug war in der gleichen Zeitspanne bei den Einnahmen aus dem Verkauf von Verbundbilletten ein Wachstum von 4,6 Prozent zu verzeichnen.

pd/zim

HINWEIS
Als Änderungen im ÖV-Angebot auf einen Blick