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In Zug wird wieder genäht, geschraubt und gelötet

Am Samstag findet in Zug das nächste Repair Café statt. Dies zum ersten Mal an einem neuen Standort. Das Ziel bleibt aber gleich: liebgewonnene Gegenstände zu reparieren, statt sie wegzuwerfen.
Beat Oeschger versucht am letztjährigen Repair Café im Loreto eine Kaffeemaschine zu reparieren. Bild: Maria Schmid (Zug, 26. August 2017)

Beat Oeschger versucht am letztjährigen Repair Café im Loreto eine Kaffeemaschine zu reparieren. Bild: Maria Schmid (Zug, 26. August 2017)

Egal ob Spielzeug, Kaffeemaschine, Handy oder Lieblingspullover: Am Samstag (9. Juni) können Zugerinnen und Zuger wieder selber Hand anlegen und defekten Gegenständen mit Hilfe von Reparaturexperten neues Leben einhauchen. Von 10 bis 15 Uhr wird im Rahmen des Repair Café wieder genäht, geschraubt oder gelötet. Die Reparaturdienstleistungen sind kostenlos, spezielle Ersatzteile müssen mitgebracht werden, wie das Amt für Umweltschutz des Kantons mitteilt.

Das Repair Café würde seinem Namen nicht gerecht, wenn nicht bei Kaffee und Kuchen Erfahrungen ausgetauscht und anschliessend von den Reparaturhelfern handwerkliche Kniffe erlernt werden könnten. Wer zufrieden ist, kann einen Betrag spenden.

Experten aus vielen Gebieten helfen

Der Veranstaltungsort, das Schulhaus Athene, wurde ausgewählt, um den Besuchern zu ermöglichen, gleichzeitig die Sonderausstellung «BodenSchätzeWerte» im Museum für Urgeschichte(n) zu besuchen. Die Ausstellung informiert über die Entstehung, den Abbau und die Nutzung von mineralischen Rohstoffen – und unseren Umgang damit, wenn wir ein Produkt nicht mehr brauchen. Es geht also um Fragen wie: Was können wir tun, damit Rohstoffe wirtschaftlich, umweltfreundlich und sozialverträglich gewonnen und so lange und so effizient wie möglich genutzt und wieder verwendet werden?

Eine Antwort auf diese Fragen biete das Repair Café, schreiben die Verantwortlichen, denn dieses unterstützte die Konsumenten, Konsumprodukte länger zu nutzen. «Ein bewusster Konsum schont nicht nur das Budget sondern auch die Umwelt. Zum Beispiel beim Umgang mit elektronischen Geräten, denn in diesen sind viele seltene Rohstoffe verbaut, die nur sehr aufwendig recycliert werden können», heisst es in der Mitteilung. Darum stehe beim nächsten Repair Café ein spezielles Werkzeugset für die Reparatur von Handys, Tablets und Computern zur Verfügung. Ersatzteile für defekte Komponenten, beispielsweise Bildschirme, Akkus etc., müssten jedoch vorgängig selber beschafft werden.

Das Repair Café Zug ist eine lokale Aktion, welche von freiwilligen Helferinnen und Helfern organisiert und durchgeführt wird. Ehrenamtliche Reparaturhelfer aus unterschiedlichen Gebieten, etwa Mechanik, Holz, Elektrik, Elektronik, Nähen, diesmal aber ohne Buchbinder und Lederspezialisten, stehen zur Verfügung. Das Repair Café Zug ist in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) entstanden, welche seit Anfang 2014 Repair Café-Initiativen in der Schweiz unterstützt und fördert.

Weitere Repair Cafés im Kanton Zug finden am 22. September sowie am 27. Oktober 2018 im Rahmen des Schweizerischen Reparaturtages statt. (lb)

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