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INDUSTRIE: Bossard mit deutlich mehr Umsatz und Gewinn

Der Schraubenhändler Bossard hat im ersten Halbjahr das Betriebsergebnis EBIT um knapp 40 Prozent auf 35,8 Mio. Fr. gesteigert. Wie bereits früher bekannt wurde, stieg der Reingewinn um 29 Prozent auf 28,6 Mio. Franken.
In der Gewinnzone: Der Zuger Schraubenhändler Bossard. (Bild: PD)

In der Gewinnzone: Der Zuger Schraubenhändler Bossard. (Bild: PD)

Der Gewinnzuwachs sei umso bemerkenswerter, als die Finanzierungskosten und der Steueraufwand zugenommen hätten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Erste Kennzahlen hatte Bossard bereits Mitte Juli kommuniziert. Demnach zog der Umsatz um 24 Prozent auf 311,5 Mio. Fr. an, in Lokalwährungen ergab sich ein Plus von knapp 23 Prozent. Organisch schrumpfte indes der Umsatz um 2,2 Prozent.

In Europa stieg der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 44 Prozent auf 195,5 Mio. Franken. Dieser Umsatzsprung war vor allem auf die Akquisition des Unternehmens KVT-Fastening im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 zurückzuführen.

In Amerika belief sich der Umsatz auf 73,1 Mio. Franken, was im Vergleich zum Vorjahr - bereinigt um die Devestition von Bossard Metrics Inc. - einer Zunahme von 3,1 Prozent entspricht. In den asiatischen Märkten verbesserte sich der Umsatz um 7,7 Prozent auf 42,9 Mio. Franken.Das Wachstum war auf eine leichte Markterholung, aber auch auf die Nachfrage durch Neukunden zurückzuführen.

Die Resultate seien eine Bestätigung der konsequenten Aufbauarbeit, wird Konzenchef David Dean in der Mitteilung zitiert. Die Integration von KVT-Fastening habe sich insgesamt positiv auf die Rentabilität ausgewirkt und erfülle die geweckten Erwartungen. Die Übernahme von KVT habe die Marktposition in Europa klar gestärkt.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 heisst es, dass die wichtigen Vorlaufindikatoren im zweiten Quartal «tendenziell wieder rückläufig» gewesen seien, nach den ersten positiven Anzeichen einer Erholung im Frühjahr.

Die jüngsten Zahlen aus den relevanten Märkten würden allerdings auf eine tendenziell wieder anziehende Industrieproduktion hinweisen, wobei es keine Anzeichen einer breit abgestützten konjunkturellen Aufhellung gebe. Deshalb sei im zweiten Semester mit einem dem ersten Halbjahr vergleichbaren Geschäftsverlauf zu rechnen.

sda

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