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INDUSTRIE: Metall Zug: Jahresergebnis 2017 von Sonderaufwendungen belastet

Sonderaufwendungen und Strukturbereinigungen haben beim Industriekonzern Metall Zug das Ergebnis 2017 belastet. Das Betriebsergebnis sank um 44 Prozent auf 53 Millionen Franken. Dank eines verdreifachten Finanzergebnisses standen unter dem Strich dennoch 67,7 Millionen Franken Gewinn.
Das Logo der Metall Zug Gruppe. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Das Logo der Metall Zug Gruppe. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Im Vorjahr hatte der Konzern allerdings noch 84,9 Millionen Franken Gewinn erwirtschaftet. Metall Zug befinde sich in einem Umwandlungsprozess, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Zusatzaufwendungen gab es demnach im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Produkte, der Erneuerung des Produktionsstandorts Zug für die Haushaltapparate, Restrukturierungen beim Sterilsationsgerätebauer Belimed und dem Ausbau beim Drahtverarbeiter Schleuniger. Ohne die Restrukturierungskosten bei Belimed wäre das Betriebsergebnis (Ebit) bei 73,8 Millionen Franken zu liegen gekommen.

Der Umsatz blieb stabil bei 959,2 Millionen Franken nach 960,6 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Zukäufe und Währungseinflüsse ist das ein Rückgang um 1 Prozent.

Weniger Umsatz mit Haushaltapparaten

Auf die verschiedenen Sektoren gesehen entwickelten sich die Haushaltapparate uneinheitlich. Zu diesem Segment gehören V-Zug, Sibir und die Gehrig Gruppe. In der Schweiz konnte V-Zug trotz eines leichten Umsatzrückgangs die Marktposition ausbauen.

Hohes Wachstum generierte der selektive Ausbau der Eigenmarken. Erfolgreich lief es in Hongkong und China. In den USA blieb das Niveau des Vorjahrs erhalten.

Aufwendungen und die Erneuerung des Produktionsstandorts Zug drückten aber auf die Profitabilität. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank um knapp 15 Prozent auf 65,4 Millionen Franken. Insgesamt setzte Metall Zug mit Haushaltgeräten 587,4 Millionen Franken um und damit 2 Prozent weniger als 2016.

Belimed baut Verlust aus

Schlecht lief das Segment Infektionskontrolle mit Belimed. Dieser Geschäftszweig baut Sterilisationsgeräte für Labors, Arztpraxen und Spitäler. Hier sank der Umsatz um 6,1 Prozent auf 193,4 Millionen Franken. Lieferschwierigkeiten und Produktionsverzögerungen führten dazu, dass verschiedene Produkte im saisonal wichtigen vierten Quartal nicht zu den Kunden gelangten.

Zudem belastete die Abteilung Life Science das Betriebsergebnis des Segments. Der Betriebsverlust belief sich auf 34,2 Millionen Franken.

Die Drahtgruppe Schleuniger lief hingegen wie geschmiert. Sie steigerte den Umsatz um 14,1 Prozent auf 180,5 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis hielt damit nicht mit. Es fiel wegen Investitionen und Integrationskosten mit 22,3 Millionen Franken um 2,2 Prozent tiefer aus als im Vorjahr.

Weiterhin im Umbau

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 7 Franken pro Namenaktie A und von 70 Franken je Namenaktie B.

Im Ausblick hält Metall Zug fest, der Konzern stecke in einem vielfältigen Umbau. Mit Neubauten am Produktionsstandort Zug, den Restrukturierungen im Segment Infektionskontrolle, zusätzlichen Kosten für Industrie 4.0 und der Produktionsentwicklung sieht der Konzern auch 2018 als Übergangsjahr.

Die erstmalige Konsolidierung des Ende Februar zu 70 Prozent übernommenen Berner Medizinaltechnikunternehmens Haag-Streit dürfte zu einem Wachstumsschub führen. Metall Zug erwartet ein gegenüber 2017 klar höheres Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern. Dabei geht der Konzern vom adjustierten Betriebsergebnis von 73,8 Millionen Franken aus. (sda)

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