INDUSTRIEHOLDING CHAM: Der Gewinn ist eingebrochen

Erst in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres war die Industrieholding Cham in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem sie im Vorjahr tief in die roten Zahlen gerutscht war. Schon in diesem Jahr steht das Unternehmen wieder schlechter da.

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Jakob Rohner, CEO der Industrieholding Cham.

bild Stefan Kaiser/Neue ZZ

Jakob Rohner, CEO der Industrieholding Cham. bild Stefan Kaiser/Neue ZZ

Der Umsatz sank um knapp 5 Prozent auf 231,9 Millionen Franken und der Betriebsgewinn (Ebit) um 39,6 Prozent auf 13,6 Millionen Franken. Die Papiersparte hat einen grossen Teil zu diesem Rückschlag beigetragen.

Sie haben umstrukturiert, einen grossen Teil des Managements ausgewechselt und eine neue Strategie definiert. Trotzdem, ganz auf Kurs ist die Paper Sparte der Industrieholding Cham noch immer nicht. Jetzt zieht das Unternehmen die Notbremse. Das Werk in Hunsfos (Norwegen) soll, so Verwaltungsratspräsident Philipp Buhofer, möglichst rasch verkauft werden: «Es gibt schon Interessenten, und bis spätestens September wollen wir Klarheit haben über die Zukunft des Werks.» Eine Schliessung werde auch nicht völlig ausgeschlossen.

Veränderungen stehen an
Der Grund für den Verkauf sei die nach wie vor schlechte Ertragslage in Hunsfos. Obwohl die umfassende Neuorganisation der gesamten Papiersparte auch in Norwegen in Angriff genommen wurde, blieben die Erfolge aus. Während sich die anderen drei Werke nach der neuen Strategie auf speziell beschichtete, so genannte gestrichene Papiersorten konzentrieren, wird im defizitären Werk noch Massenware hergestellt. Dieses Papier sei laut Jakob Rohner, Chef der Cham Paper Group, in den vergangenen Monaten weniger nachgefragt worden.

Mehr dazu lesen Sie in der Neuen ZZ vom Samstag, 9. August.

ny.