INFORMATIK: Kommission soll Debakel prüfen

Die FDP will, dass das Scheitern des EDV- projekts untersucht wird. Ihr Antrag stösst auf Zustimmung. Eine Partei geht noch weiter.

Samantha Taylor
Drucken
Teilen
Das gescheiterte Softwareprojekt für die Zuger Einwohnerkontrollen soll unter die Lupe genommen werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das gescheiterte Softwareprojekt für die Zuger Einwohnerkontrollen soll unter die Lupe genommen werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die FDP ist unzufrieden. Dies mit den Antworten, die die Zuger Regierung zum Informatik-Debakel rund um die Software für die Einwohnerkontrollen abgeliefert hat. «Es gibt zahlreiche Fragen, die aus unserer Sicht noch nicht geklärt sind. Die Regierung foutiert sich, alle Fakten auf den Tisch zu legen», sagt FDP-Fraktionschef Daniel Burch (Risch).

Deshalb und weil sich ein solches Desaster nicht wiederholen soll, hat die Partei einen Antrag eingereicht. Die Forderung: Eine Kommission soll die Vorkommnisse rund um das EDV-Projekt untersuchen. Die Partei will unter anderem, dass «Ursachen und Verantwortlichkeiten für die massiven Kosten- und Terminüberschreitungen sowie das Verfehlen der gesetzten Ziele» ermittelt werden.

Weiter sollen die Tauglichkeit der bestehenden Projektorganisation sowie die Verantwortungen und Kompetenzen für die erfolgreiche Fertigstellung des Projekts geprüft werden. Zudem fordert die FDP, dass die Kommission generelle Vorgaben zur Organisation unter die Lupe nimmt. «Das Problem mit der Informatik kann mit den klassischen parlamentarischen Instrumenten nicht aufgearbeitet werden», heisst es im Antrag der Liberalen.

Um was für eine Kommission es sich dabei handeln soll, hat die FDP offengelassen. «Es muss nicht eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) sein. Es wäre durchaus denkbar, dass sich die Staats- und Wirtschaftskommission des Kantonsrates der Untersuchung annimmt», so Burch.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Zuger Zeitung» vom 28. März sowie im E-Paper.