Innovationsschule: Gemeinden sind am Zug

Das Projekt «Innovationsschule Zug» ist auf die Unterstützung der Gemeinden angewiesen. Diese sollen mit einer Absichtserklärung ihr Interesse signalisieren, bevor der Regierungsrat im Frühjahr 2011 über die Mitfinanzierung entscheidet.

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Lehrer Thomas Pfiffner während des Unterrichts im Schulhaus Kemmatten in Hünenberg. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Lehrer Thomas Pfiffner während des Unterrichts im Schulhaus Kemmatten in Hünenberg. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Nachdem der Regierungsrat im September 2010 die Rahmenbedingungen für eine mögliche Umsetzung des Pilotprojekts «Innovationsschule Zug» genehmigt hat, liege es nun an den Gemeinden, ihr Interesse an einer Umsetzung zu bekunden. Dies schreibt die Direktion für Bildung und Kultur (DBK) in einer Mitteilung.

Gemeinden sollen Interesse signalisieren

Die Gemeinden können ihr Interesse am Bewerbungsverfahren zur Führung des Schulversuch-Projekts mit einer Absichtserklärung bekannt geben. Aufgrund der Interessenlage wird der Regierungsrat im Frühjahr 2011 über die Mitfinanzierung des Kantons entscheiden und dem Kantonsrat eine Vorlage unterbreiten. Fällt dieser Entscheid positiv aus, sind weitere Entscheide der ausgewählten Gemeinde und des Bildungsrates notwendig. Die Innovationsschule kann frühestens im Schuljahr 2014 erfolgen.
Mit dem Versand eines Faltblattes an alle Zuger Haushalte will die DBK den Kreis der Informierten nun ausweiten. Ende Februar 2011 können sich die Vertreter der Zuger Gemeinden im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung mit dem Konzept auseinandersetzen.

Lernprozesse optimieren

Laut DBK wäre die Umsetzung der Innovationsschule ein weiterer Standortvorteil für den Kanton Zug und die Kluft zwischen öffentlichen und privaten Schulen könnte verkleinert werden.

Ziel des Pilotprojektes ist es, in einer bestehenden Schuleinheit einer Gemeinde mit rund 400 Schülerinnen und Schülern die Schule im Gesamtkontext von Kindergarten bis und mit Sekundarstufe I weiterzuentwickeln. Die Lernprozesse sollen optimaler gestaltet werden, wobei aber die üblichen Lernziele erfüllt werden. Die Umsetzung kostet jährlich rund 1,5 Millionen Franken. Die Mehrkosten werden zu Zweidrittel vom Kanton, zu einem Drittel von der durchführenden Gemeinde getragen. Die Projektphase soll sieben Jahre dauern.

pd/bep