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Kunstprojekt in der Stadt Zug verbindet Installationen mit der Natur

Drei Künstlerinnen bespielen den ehemaligen Atelierraum der alten «Villa Lauried» sowie den nostalgischen Garten im Zuger Lüssi-Quartier. Ein Spaziergang an den Lüssiweg lohnt sich.
Monika Wegmann
Myrtha Steiner im von ihr gestalteten Raum, der eine Unterwasserwelt zeigt. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 11. Mai 2019)

Myrtha Steiner im von ihr gestalteten Raum, der eine Unterwasserwelt zeigt. (Bild: Roger Zbinden, Zug, 11. Mai 2019)

Es ist für Leute, die ausserhalb des Lüssi-Quartiers wohnen, nicht so einfach, die «Villa Lauried» zu entdecken. Denn das alte, unscheinbare Gebäude mit dem überraschend grossen, nostalgischen Garten liegt etwas versteckt beim Guthirt-Quartiertreff. Doch es kommen Besucher vorbei und schauen sich die derzeit ausgestellten Installationen von Daniela Schönbächler, Christina Oldani und Myrtha Steiner an. Der eine oder andere nimmt draussen Platz auf den alten Gartenstühlen, um den Blick in diese grüne Nische inmitten der Stadt Zug zu geniessen. Familien mit Kindern umschwärmen dagegen die Spielgeräte, die ebenfalls in der Gartenanlage stehen.

Auf der von alten Obst- und anderen Bäumen umrahmten Magerwiese könnte man die mehrteilige, plastische Arbeit von Christina Oldani fast übersehen, so gut passen sich deren Formen und Farben der natürlichen Umgebung an. Die braunen Äste mit den Dornen wirken wie aus einem natürlichen Material geschaffen, sie sind aber aus Stahl. Daneben liegt im Gras wie zufällig gelandet, ein weisser tierähnlicher Körper aus Keramik, der mit seinen Flügeln und dem langen Hals an einen Schwan erinnert. Der Künstlerin geht es hier um Vergänglichkeit und Verlust, was gut zur Geschichte der Liegenschaft passt.

Ein Spiegel unter den Bäumen

Auf einer anderen Seite des Gartens, dort unter den alten Bäumen, schimmert eine spiegelglatte Fläche wie ein kleiner See. Vor unseren Füssen befindet sich am Boden die Spiegelinstallation von Daniela Schönbächler. Man kann sich darin selber anschauen, die Baumkronen, die Umgebung suchen oder sogar den Himmel. Die Künstlerin lässt so vieldimensionale Räume entstehen.

Die dritte Künstlerin Myrtha Steiner hat den ehemaligen kargen Atelierraum in eine türkisfarbene Unterwasserwelt verwandelt. Auf den Wänden und der Decke tummelt sich allerhand Meeresgetier, wie Fadenwürmer, kleine Fische, Quallen und Seesterne.

Diese Lebewesen aus der Tiefe hat sie mit feinen schwarzen Strichen direkt auf die Wände gemalt, in Erinnerung an ihre Erlebnisse als Taucherin. Wie sie kürzlich sagte, habe der eher dunkle Raum sie sofort inspiriert, hier die faszinierende Welt unter Wasser darzustellen. Die Ausstellung «Villa Lauried» wurde am 3. Mai eröffnet. Es beschert dem vorher leer stehenden ehemaligen Atelierhaus des Kirchenmalers Fritz Kunz für kurze Zeit wieder neues Leben.

Laut Daniela Schönbächler wird das Projekt «Villa Lauried» von der Stadt, dem Kanton Zug sowie von diversen Stiftungen grosszügig unterstützt. Es steht in Kombination mit der Ausstellung «Metamorphosis», die derzeit in der Galerie Renggli läuft. Viele der dort gezeigten Arbeiten korrespondieren mit den Installationen in diesem Quartier.

Das Projekt «Villa Lauried» am Lüssiweg 19 in Zug läuft bis 15. Juni. Es ist jeweils Samstag/Sonntag, von 14 bis 18 Uhr, geöffnet.

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