INSTITUT MONTANA: Tausch soll den Neubau ermöglichen

Die Korporation will mit der Privatschule auf dem Zugerberg Land tauschen damit diese expandieren kann.

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Noch gehört die Weidscheune und das umliegende Land der Korporation. Dies soll sich nun ändern. (Bild: Stefan Kaiser)

Noch gehört die Weidscheune und das umliegende Land der Korporation. Dies soll sich nun ändern. (Bild: Stefan Kaiser)

Charly Keiser

Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 2015 ist am kommenden Montagabend im Burgbachsaal das offizielle Haupttraktandum an der Genossenversammlung der Korporation Zug (siehe Box). Viel interessanter als die (gesunden) Finanzen der grössten Landbesitzerin im Kanton ist jedoch ein anderes Traktandum: Denn es geht um Land.

30 Aren umfasst ein Grundstück in der «Zone mit speziellen Vorschriften». Es liegt auf dem Zugerberg genauer beim Vordergeissboden und angrenzend an das Areal des Instituts Montana. Noch steht dort eine Weidescheune, die gemäss dem kantonalen Amt für Raumplanung bis Ende 2030 weichen soll.

«Wir tauschen das Land, um zusätzliche Ausnutzung für unser geplantes Projekt zu bekommen», sagt Gerhard Pfister von der Internatsschule Montana. Bekanntlich soll das Institut vergrössert werden und das Gebiet SchönfelsBergstation–Felsenegg eine Aufwertung erfahren. 2010 wurden von fünf Planungsteams Entwürfe dafür skizziert. Dabei haben die Vorstellungen des Zürcher Teams Knapkiewicz & Fickert AG und Müller Illien Landschaftsarchitekten überzeugt. Ein Beurteilungsgremium, bestehend aus Architekten, Vertretern von Stadt, Institut, Zugerberg-Bahn, privaten Grundeigentümern der Korporation Zug und der Denkmalpflege des Kantons, hat dieses Projekt zum Sieger erkoren.

«Es braucht seine Zeit»

Seit kurzem ist der Bebauungsplan in Bearbeitung, sagt Bauchef André Wicki. Bis Ende Jahr beziehungsweise Frühjahr 2016, solle der Plan fertig erarbeitet sein und dann in die politische Beratung gehen.

«Wir sind im Zeitplan», sagt Pfister und verneint die Nachfrage nach einer ungeplanten Verzögerung. «Das Gebiet ist hochsensibel, das öffentliche Interesse hoch, und die betroffenen Parteien sind zahlreich. Darum ist es ganz klar, dass so ein Plan auch seine Zeit braucht», ergänzt der CVP-Nationalrat.

Wie gesagt, handelt es sich bei diesem Geschäft um einen Tausch. Sofern die Korporationsbürger diesem zustimmen, erhalten sie im Gegenzug viel Land, nämlich 1580 Aren. Allerdings handelt es sich dabei fast ausschliesslich um Landwirtschaftsland und Wald. Es sind dies die Juchenegg und das Bergli sowie der Ruedirank Gebiete, die sich ebenfalls auf dem Zugerberg befinden.

Waldkauf bereits besiegelt

Und dies soll nicht der letzte Handwechsel von Land sein, die die Institut Montana Zugerberg AG und die Korporation Zug miteinander tätigen. Denn bereits ist schriftlich vereinbart, dass die Korporation Waldstücke vom Montana erwerben wird, verrät Korporationspräsident Urban Keiser. Noch müsse der fertige Bebauungsplan abgewartet werden, doch der Deal sei bereits besiegelt. Dabei handle es sich um den Wald südlich beziehungsweise südöstlich der Felsenegg, sagt der Korporationspräsident und fügt an: «Es macht für das Institut keinen Sinn, die Waldstücke zu behalten.» Denn die Bewirtschaftung von Wald erfordere einiges an Know-how, Gerätschaften und Material, begründet Keiser: «Und da wir die angrenzenden Waldstücke bereits besitzen, ist es äusserst sinnvoll für uns, diese vom Institut käuflich zu erwerben.»

Tausch auch in Risch

Noch einen weiteren Landtausch möchte die Korporation vornehmen: Der Verwaltungsrat schlägt der Gemeindeversammlung vor, 429 Aren im so genannten Bannwald in Risch zu tauschen. Diese gegen ein Waldstück im Sijentalwald und zwei Waldparzellen im Chileberg. Die Idee hinter dem Tausch ist die Arrondierung von Waldflächen, die der Korporation, der Pfarreikirchenstiftung St. Verena Risch sowie einem Brüderpaar gehören.

Hinweis

Die Budgetgemeindeversammlung beginnt um 20 Uhr und findet im Burgbachsaal in Zug statt.