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INTEGRATION: Das Konzept zur Behindertenpolitik wird überarbeitet

Gemeinsam mit den anderen Zentralschweizer Kantonen überprüft Zug das Konzept zur Behindertenpolitik. Der Fokus liegt auf den Gebieten Wohnen und Arbeiten. Ziel ist es, die Selbstbestimmung hoch zu halten.
Rahel Hug
Blick in die Holzwerkstatt der Zuger Behinderteninstitution Zuwebe. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 1. Juli 2017))

Blick in die Holzwerkstatt der Zuger Behinderteninstitution Zuwebe. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 1. Juli 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Menschen mit einer Behinderung werden heute so weit wie möglich in die Regelschule integriert. Doch was kommt danach? Auch in der Ausbildungs- und Arbeitsphase sowie im Wohnbereich sind mehr und mehr integrative und individuelle Lösungen gefragt, die es den Betroffenen ermöglichen, möglichst selbstbestimmt zu leben – und das bis ins Alter. Das verlangt unter anderem die UNO-Behindertenrechtskonvention, welche die Schweiz im Frühjahr 2014 ratifiziert hat.

Auf diesem Gebiet wollen die Zentralschweizer Kantone stärker aktiv werden – die Federführung liegt bei der Zentralschweizer Gesundheits- und Sozialdirektor/innenkonferenz (ZGSDK) – Bereich Soziales, die von der Zuger Frau Landammann Manuela Weichelt-Picard präsidiert wird. «Die Kantone werden im Behinderten­bereich, nicht zuletzt von den Betroffenen selbst, mit neuen Fragestellungen konfrontiert, auf die wir eine Antworten haben müssen», wird die Regierungs­rätin in einer Medienmitteilung zitiert. Die Zentralschweizer Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Uri und Zug überprüfen nun ihr Rahmenkonzept zur Behindertenpolitik.

Bericht soll Anfang 2019 vorliegen

Im Fokus steht das «Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen innerhalb und ausserhalb von Institutionen», kurz WAMB. Die Überprüfung soll aufzeigen, wie die Kantone ihre Angebote in Zukunft noch besser planen, steuern und aufeinander abstimmen können. Weiter heisst es in der Medienmitteilung: «Mit dem Projekt WAMB soll aufgezeigt werden, wie die staatliche Planung und Steuerung zeitgemässer Angebote mit tragfähigen dezentralen Strukturen in den Kantonen zukünftig erfolgen könnte.» Ein entsprechender Bericht soll Anfang 2019 vorliegen.

Die Kantone koordinieren im Rahmen der ZGSDK – Bereich Soziales und auf Basis der Interkantonalen Vereinbarung über soziale Einrichtungen (IVSE) ihre Behindertenpolitik schon seit Jahren, wie Manuela Wei­chelt auf Anfrage ergänzt. «Die Form der Zusammenarbeit erreichte schliesslich durch das Zentralschweizer Rahmenkonzept zur Behindertenpolitik in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Beschäftigung vom November 2008 eine neue Stufe, gewann an Bedeutung und an Verbindlichkeit.» Weil das Konzept nun schon zehn Jahre alt sei, sei es Zeit für eine Überprüfung im Teilbereich WAMB.

Und wie ist der Kanton Zug auf diesem Gebiet aufgestellt? «Gut», sagt die Direktorin des Innern, «wir wollen aber noch besser werden.» Sie erwähnt in diesem Zusammenhang das Projekt InBeZug, das einen ähnlichen Fokus wie das Projekt der ZGSDK habe. «Es soll bis Ende 2019 Lösungen erarbeiten, wie den heutigen Bedürfnissen und dem Bedarf nach Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Menschen mit Behinderung besser Rechnung getragen werden kann.»

Der Projektauftrag für die Überprüfung des Konzeptes wird im Auftrag der ZGSDK von der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit erledigt. Institutionen, Organisationen und Interessenvertretungen können laut Weichelt in einer Echogruppe mitreden.

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