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INTERNETBETRUG: Zwei Zugerinnen werden Opfer von «Romance Scam» – fast eine halbe Million Franken Schaden

Böses Erwachen statt grosse Liebe: Im Kanton Zug wurden zwei Frauen Opfer der Internetbetrugsmasche «Romance Scam». Sie überwiesen vermeintlichen Liebhabern insgesamt fast eine halbe Million Franken.
Die Sehnsucht nach Bindung eiskalt auszunutzen, ist schamlos und bösartig. (Bild: Getty)

Die Sehnsucht nach Bindung eiskalt auszunutzen, ist schamlos und bösartig. (Bild: Getty)

Und so kam es zum Internetbetrug: Eine 59-jährige Frau hatte vor zwei Jahren einen Mann auf einem Partnerportal kennengelernt, sich verliebt und auf eine Internet-Beziehung eingelassen. Der Mann baute das Vertrauen und die Beziehung zur Geschädigten auf und brachte sie dazu, ihm wegen angeblichen finanziellen Notlagen immer wieder Geld zu überweisen. Das Opfer wurde von ihrer Internet-Bekanntschaft insgesamt um rund 400'000 Franken betrogen, wie die Zuger Polizei am Dienstag mitteilt.

In einem weiteren Fall baute ein unbekannter Mann zuerst über die Social Media Plattform Facebook und später über den Kurzmitteilungsdienst WhatsApp eine Beziehung zu einer 41-jährigen Frau auf. Sie tauschten rege Nachrichten aus und führten auch mehrere Telefongespräche. In diesen erzählte der Mann auch von finanziellen Engpässen und bat die Frau, ihm das Geld vorzuschiessen. Die Geschädigte überwies ihrer Facebook-Freundschaft laut Angaben der Zuger Polizei insgesamt rund 74'000 Franken in die Türkei.

Erst im Februar 2017 ist ein Senior auf die Internet-Betrugsmasche hereingefallen und hat seiner vermeintlichen Romanze 400'000 Franken überwiesen.

«Romance Scam» – Lassen Sie sich nicht um den Finger wickeln

Bei dieser Betrugsmasche wird dem Opfer die grosse Liebe vorgespielt. Ihre Opfer suchen sich die Täter auf Dating-Seiten, Internet-Singlebörsen oder in anderen sozialen Netzwerken aus. Während die Opfer von der Liebe geblendet sind, wollen die Betrüger nur eines: nämlich Ihr Geld.

Das Opfer wird per E-Mail oder soziale Medien kontaktiert – angeblich von einem gut aussehenden Mann oder einer attraktiven Frau. Die Betrüger senden täglich charmante Bot-schaften, machen Komplimente, telefonieren mit dem Opfer (via Skype) und umgarnen es mit allen möglichen Versprechen. Dies geht von der Verabredung bis hin zu einem Heiratsversprechen. Nachdem sie sich das Vertrauen erschlichen haben, bitten sie ihr Opfer unter einem Vorwand um Geld. Bei der Begründung sind die Betrüger nie um eine Idee verlegen - beispielsweise benötigen sie das Geld für einen neuen Reisepass, für die Pflege eines kranken Verwandten, wegen eines Unfalls von einem Familienmitglied, um eine neue Firma zu gründen oder für einen neuen Internetanschluss.

Vorsicht ist geboten, wenn das virtuelle Gegenüber bereits nach kurzer Zeit von der grossen Liebe spricht. Dasselbe gilt, wenn die Sprache auf finanzielle Engpässe kommt und um Hilfe gebeten wird.

Darum rät die Zuger Polizei: Leihen Sie niemals Geld an Personen, die sie nicht wirklich gut kennen und die sie noch nie persönlich getroffen haben.

pd/nop

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