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Investoren wollen Chamer Privatschule übernehmen

Ende November sah es so aus, als müsste die Privatschule International School of Central Switzerland aus finanziellen Gründen ihren Betrieb einstellen. Doch nun wurde eine Investorengruppe gefunden, die die Schule anscheinend komplett übernehmen will.
Christopher Gilb
Die Schule ISOCS International School of Central Switzerland stand laut Blick kurz vor der pleite. Im Bild: David Longo (Elternteil), Schulleiter Kamran Baig und Achilles Jost (Elternteil).(Bild: Maria Schmid ( Cham, 23. Novemer 2018 ))

Die Schule ISOCS International School of Central Switzerland stand laut Blick kurz vor der pleite. Im Bild: David Longo (Elternteil), Schulleiter Kamran Baig und Achilles Jost (Elternteil).

(Bild: Maria Schmid ( Cham, 23. Novemer 2018 ))

Es war ein Donnerstag Ende Oktober, als eine Mutter im «Blick» öffentlich machte, wie schlecht es um die Finanzen der Chamer Privatschule International School of Central Switzerland (ISOCS) steht. Die Eltern seien informiert worden, dass man Schulden habe und die Löhne der Lehrer nicht mehr bezahlen und die Kinder bald nicht mehr unterrichten könne.

Am Tag danach präsentierte sich dann die Übergangsleitung der Schule der Öffentlichkeit. Kamran Baig, der von der Schulgründerin Jacqueline Webb, welche komplett von der Bildfläche verschwunden war, übernommen hatte, erklärte die Gründe für die prekäre, finanzielle Lage. «Wir wollten wachsen und haben die zusätzliche Fläche dazu gemietet und auch weitere Lehrkräfte eingestellt», so Baig damals. Doch es seien nicht soviel Schüler, wie erwartet, gekommen. Zudem habe jemand in der Schule gefehlt, der die komplette Übersicht über die Finanzen gehabt habe. Auch deshalb sei erst so spät klar geworden, wie prekär die Lage wirklich ist. Trotzdem zeigte sich Baig optimistisch, den Schulbetrieb vorerst sicherzustellen. Gemeinsam mit einigen Eltern war ein Verein zur Rettung der Schule gegründet worden. Mit Hilfe einer Art Bettelbriefs, in dem die Eltern gebeten wurden, 5000 Franken zusätzlich für ihr Kind bis Ende Jahr zu überweisen, konnten auch die Lehrerlöhne für den Dezember bezahlt werden.

Übernahme für Januar geplant

Als übergeordnetes Ziel gab Baig aber an, einen Investor zu finden, der den Schulbetrieb für die rund 120 Schülerinnen und Schüler längerfristig sicherstellt. Ein solcher scheint jetzt gefunden. «Wir haben eine ausländische Investorengruppe gefunden, welche die Vision unserer Schule attraktiv findet», so Baig auf Nachfrage. Diese Investorengruppe, die schon in mehrere internationale Schulen in verschiedenen Ländern sehr erfolgreich investiert habe, habe einen langfristigen Zeithorizont und sehe ein grosses Potenzial für die ISOCS, dies auch aufgrund dem für Normalverdiener bezahlbaren Schulgebührenmodell. Dank dieser Gruppe seien nun auch die Löhne der Lehrer sowie der Schulbetrieb gesichert.

Um welche Investorengruppe es sich genau handelt, will Baig aber noch nicht verraten. «Das können wir erst nach erfolgter Änderung im Handelsregister.» Man sei aber in einem fortgeschrittenem Vertragsverhandlungsstadium. Voraussichtlich im Verlaufe des Januars werde die Schule dann komplett übernommen und mit markanten, neuen finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Auch dort, wo es bekanntlich bisher gehapert hat, soll die Schule dann Unterstützung erhalten. So im Bereich Business-Management. Zudem sei die Einführung neuer Diplome geplant.

Verlorene Schüler zurückholen

Nichts mehr zu tun mit der Schule wird zukünftig die Schulgründerin Jacqueline Webb haben. Sie habe sich dazu entschlossen, sich komplett zurückzuziehen, so Baig. Bekanntlich haben, nachdem, klar wurde, in welcher Lage, sich die Schule befindet, einige Eltern ihre Kinder bereits an anderen Schulen angemeldet. Unter anderem die Mutter, die an die Öffentlichkeit ging. Baig gibt sich überzeugt: Wenn sich die Lage bald bessere, Schüler auch wieder zurückgeholt werden könnten. «Zudem werden bald neue Schüler dazustossen», so der aktuelle Leiter der Schule.

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