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INWIL: Grosses Bauprojekt in der Baarermatt

Der Ortskern soll um neun Gebäude erweitert werden. Dieses Projekt bildet den Auftakt zu tiefgreifenden Veränderungen im Gebiet zwischen dem Zuger Göbli und dem Baarer Weiler.
Baarermatt (Bild: Stefan Kaiser)

Baarermatt (Bild: Stefan Kaiser)

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Neues zu schaffen, ohne Altes in dessen Wirkung zu gefährden: Dieser baulichen Dauerherausforderung stellt sich die Gemeinde Baar einmal mehr. Der Bebauungsplan «Inwil Dorf» sieht vor, zur Hauptsache buchstäblich auf der grünen Wiese das Ortszentrum zu erweitern. Darüber hinaus soll das «Haus am Bach» an der Ecke Grienbach- und Arbachstrasse einem Neubau weichen.

Insgesamt sind neun Häuser geplant, die nach derzeitigem Stand 52 Mietwohnungen (2½ bis 5½ Zimmer) und teilweise Gewerbeflächen enthalten (siehe Box). Die maximalen Gebäudehöhen reichen von 11,50 bis 18,60 Metern. Eine der Ideen dahinter: Das benachbarte identitätsstiftende und schützenswerte Riegelhaus aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert soll in seiner Geltung nicht beeinträchtigt werden.

Plattenbauten und Terrassenhäuser

Der Weiler Inwil bietet auf verhältnismässig kleinem Raum ein erstaunliches Sammelsurium von Baustilen. So gibt es etwa die Plattenbau-ähnlichen Blöcke aus den 1960er-Jahren oder die gestaffelte Wohnüberbauung aus den 1970er-Jahren. Oder die Terrassenhäuser am Hang und die Reihenhäuser im Zentrum aus den frühen 2000er-Jahren. Das – wenn man so will – bauliche Spektakel spielte sich bislang im Nordosten der Ortschaft ab.

So soll es auch bleiben, wenn es nach den aktuellen Planungen geht. Die neun Gebäude im Westen sind in drei Gruppen unterteilt, die sich neben der Form des Daches auch optisch unterscheiden sollen. Damit soll einerseits den Anforderungen der Ortsschutzbildzone, in der sich manche Gebäude befinden, Genüge getan werden. Andererseits will man die Kleinteiligkeit der Umgebung aufnehmen. Kleinteilig ist auch die Interessensgruppe: Fünf Grundstückseigentümer sind involviert, und wegen erwähnter Schutzzone, auch die kantonale Denkmalschutzpflege.

Der Bebauungsplan sieht entsprechend zahlreiche Bestimmungen vor. Wie zum Beispiel, dass das gegenüberliegende Restaurant Ebel auf dem Gelände weiterhin Parkplätze nutzen darf. «Es ist ein spezieller Bebauungsplan – die Vorarbeiten waren äusserst anspruchsvoll», sagt Urs Spillmann, der Abteilungsleiter Planung/Bau der Gemeinde Baar. Er sass in der Jury, die das Siegerprojekt erkor, und war schon in der Ausgestaltung des Quartiergestaltungsplans (QGP) aus dem Jahr 2013 involviert, der dem Bebauungsplan «Inwil Dorf» zugrunde liegt.

Dieser QGP umfasst das ganze Gebiet «Baarermatt Ost», das in seiner Dimension fast dem gesamten Unterfeld entspricht. Nach und nach soll es überbaut werden. Den Anfang macht das nun aufliegende Projekt – sofern es die weiteren Instanzen erfolgreich durchlaufen wird. Als nächstes wird die Gemeindeversammlung im kommenden Juni darüber befinden.

Ob und wie sich das Neue tatsächlich mit dem Alten verträgt, wird sich jedoch wie immer erst nach der Fertigstellung zeigen.

Bild: Zugmap.ch

Bild: Zugmap.ch

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