INWIL: Mit viel Herzblut ist der Zunftmeister dabei

Die Inthronisation von André Schelbert von der Fröschenzunft Ebel hat am Samstag im Rainhaldesaal stattgefunden. Mit dabei ist auch die Fasnachtsprominenz von Berg und Tal.

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Von links: Anita Duss, Andrea Schelbert und André Schelbert. (Bild: Stefan Kaiser (Inwil, 21. Januar 2017))

Von links: Anita Duss, Andrea Schelbert und André Schelbert. (Bild: Stefan Kaiser (Inwil, 21. Januar 2017))

Bevor André Schelbert in sein neues Amt eingesetzt wurde, hiess es, von Zunftmeisterin Gaby I. Berli Abschied zu nehmen und sie als jüngste Altzunftmeisterin einzukleiden. Ihre ­Abschiedsrede war gespickt mit vielen Höhepunkten vom Zuwebe-Ball über die Fasnachtstage bis hin zum Altzunftmeister­ausflug in ihre Heimat Liechtenstein und der Begegnung mit Ihrer Königlichen Hoheit Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein. Das Fazit von Gaby I. Berli lautete, dass sie noch nie so voller Power gewesen, mit so vielen Küssen und Umarmungen eingedeckt worden sei und so viele Kontakte geknüpft habe wie während ihrer Amtszeit.

Weiter brachte der Inwiler Abwart noch manche Geschehnisse des vergangenen Jahres ans Licht. Begleitet von jungen Fröschlis, den Ehrendamen ­Anita Duss, Yvonne Erni, Margrit ­Langenegger und seiner Gattin Andrea betrat daraufhin Zunftmeisterkandidat André Schelbert die Bühne. Zeremonius Donald I. Basan brachte im Lebenslauf ­einiges ins Scheinwerferlicht, ­jedoch ergaben diese keine Hinderungsgründe für die Inthronisation. Mit der Übergabe der Amtsinsignien und dem Anstossen auf eine gute Amtszeit wurde André I. feierlich zum Zunft­meister erhoben.

Mit einer launigen Ansprache richtete sich André an das erwartungsvolle Volk. Als Erstes entbot er der Fasnachtsgesellschaft Baar zu ihrem 70-Jahr-­Jubiläum mit Anstimmen des Räbedibum-Liedes seine Reverenz. Er freue sich auf die kommende Fasnacht mit all ihren Aktivitäten. Mit dem Aufruf zum «Zämeha, zämestah und zämerutsche» lud er alle zum Mitmachen getreu seinem Motto «Mit Härzbluet debii!» ein.

Die zahlreichen Huldigungen bescherten allen Anwesenden einen gelungenen Fasnachtsauftakt. Der Zunftvorstand als orientalische Karawane samt Scheich und Bauchtänzerinnen wies auf das reiselustige Zunftmeisterpaar hin. Die Familie zollte dem grossen EVZ-Fan Respekt, und der Schwingklub Cham-Ennetsee liess es sich nicht nehmen, dem früher etwas weniger erfolgreichen Schwinger einen Kranz aufzusetzen.

Fasnachtsgesellschaften überbrachten Grüsse

Auch die befreundeten Fasnachtsgesellschaften Letzibuzäli mit dem noch amtierenden Prinz Rudy I. aus Zug, die Fasnachtsgesellschaft Baar mit Räbevater Pirmin I., die Fasnachtsgesellschaft Faschall Allenwinden mit Landesvater und Faschallminister Walter I. und die Wylägerer Fasnachtsgesellschaft mit Narrenvater Felix Iten überbrachten ihre besten Wünsche und Grüsse an die Zuhörerschar.

Traditionell wie die Inthronisation selbst liess es sich der Löschzug Inwil auch dieses Jahr nicht nehmen, zum Abschluss des Programms den ganzen Saal mit Konfetti einzudecken. Glücklicherweise waren diese nur rot, denn Zeremonienmeister Jürg Messmer von den Letzibuzäli hatte in seiner Rede gewünscht, dass ihnen im Rahmen des Zuger Sparprogrammes die weissen und blauen Konfettis nach Gebrauch sortiert zurückgegeben werden würden.

 

Ernst Bürge

redaktion@zugerzeitung.ch