Leserbrief

Irgendwo die Nummer eins sein

Zur Abgabe einer Spesenrechnung der Zuger ALG-Nationalrätin Manuela Weichelt

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Welcher Angestellte würde nach unmittelbarem Antritt seiner neuen Arbeitsstelle beim Arbeitgeber zuerst seine Spesenrechnung einreichen? Kein Arbeitnehmer mit etwas Vernunft, Anstand und Charakter würde dies tun, denn der Arbeitgeber könnte ihm dies als selbstsüchtiges Handeln auslegen.

Aber die neue Vertreterin des Kantons Zug im Nationalrat hat genau dies getan. Kaum in Bern angekommen geht es zuerst einmal darum, wie sie ihre Spesen sofort wieder zurückfordern kann. Es wundert mich, dass dazu keine Leserbriefe eingegangen sind. Ihre linken Freunde blieben alle stumm. Ob vor gemeinsamer Scham entzieht sich meiner Kenntnis. Offensichtlich sind eben Sozialisten doch die besten Egoisten. Überall Moral predigen und bei erster Gelegenheit an sich selbst denken. Die frühere Regierungsrätin fiel schon in jenem Amt nicht durch Weitsicht und Souveränität, sondern durch Unsicherheit und übertriebenes Absichern aller ihrer Handlungen auf. Da hat wohl unser Kanton Zug jemanden nach Bern geschickt, der vom Amt überfordert ist und offensichtlich ihre eigenen Interessen ganz vorne hinstellt.

Ob die Interessen unseres Kantons im Parlament mit dieser Nationalrätin gut wahrgenommen werden muss bezweifelt werden. Dafür wird sie sicher immer als Erste ihre Spesenrechnung zu Gunsten ihres eigenen Geldbeutels einreichen. Irgendwo muss man die Nummer eins sein.

Felix Zulauf, Zug