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Ist der Zuger Weihnachtsmarkt gefährdet?

Geht es nach dem Kanton Zug, wird dieses Jahr wegen der SBB-Sanierung Zugersee Ost die Zeughausgasse für den Weihnachtsmarkt nicht gesperrt. Die Stadt zeigt Verständnis, weist aber auf die Bedeutung des Angebots hin. Die Veranstalter hoffen auf einen Kompromiss.
Christopher Gilb

Wer dem Baudirektor Florian Weber Ende Mai in Walchwil zuhörte, konnte den Eindruck gewinnen, dass es schon so gut wie beschlossen ist, dass dieses Jahr die Zeughausgasse für den Zuger Weihnachtsmarkt nicht gesperrt wird. Die schriftliche Bestätigung des zuständigen Stadtrats Urs Raschle dazu stehe zwar noch aus. Er sei aber zuversichtlich, diese zu erhalten, so Weber im Rahmen der Informationsveranstaltung zur Grossbaustelle Zugersee Ost.

Hintergrund ist, dass der Kanton darum bemüht ist, während der Dauer der Streckensperrung einen reibungslosen Verkehrsfluss durch die Stadt Zug zu ermöglichen. In dieser Zeit verkehren Ersatzbusse und es wird Mehrverkehr auf der Strasse, durch Pendler, die auf das Auto umsteigen, erwartet. Die Zeughausgasse ist eine beliebte Ausweichmöglichkeit.

Noch ist nichts entschieden

So klar, wie Weber es sagte, scheint es aber nicht zu sein. Mindestens nicht seitens der Stadt. Das Anliegen sei ihm bekannt, sagt zwar Urs Raschle, Vorsteher des Departementes Soziales, Umwelt, Sicherheit, auf Nachfrage. Und er habe auch Verständnis dafür, dass der Verkehr während der Baustelle gut zirkulieren müsse. «Aber wegen eines Verkehrsproblems die jeweils fünftägige Veranstaltung zu gefährden, ist unverhältnismässig.» Schliesslich sei das Ziel des Stadtrats ja die Innenstadt zu beleben, sagt Raschle. «Und der Weihnachtsmarkt hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.» Er habe den Wunsch des Kantons nun an die Verantwortlichen des Weihnachtsmarkt-Organisationskomitees (OK) weitergegeben. «Dann schauen wir mal, was kommt, und ob es andere Varianten gibt», so Raschle. Schliesslich müssten diese dann das Bewilligungsformular mit gewünschtem Standort et cetera bei der Stadt einreichen und diese werde sehen, ob alles wie gewünscht, möglich sei.

Laut Fredy Weller, der beim Weihnachtsmarkt-OK für den Bereich Verkehr und Infrastruktur zuständig ist, werde sich das zusätzliche Verkehrsaufkommen hauptsächlich auf die Morgenstunden konzentrieren. «Während des Weihnachtsmarktes war die Zeughausgasse bisher jeweils bis 10.30 Uhr am Morgen geöffnet, ausgenommen waren die zwei Halbtage für den Auf- und Abbau sowie der Sonntag», so Weller. Es wäre also eine Variante an diesen Tagen die Zeughausgasse ausnahmsweise ebenfalls morgens zu öffnen. Sollte diese Anpassung nicht genügen, müssten die Weihnachtsmarktflächen auf dem Hirschenplatz und in der Zeughausgasse aber verlegt werden, so Weller.

Landsgemeindeplatz als Alternative

Als Ausweichmöglichkeit komme dann der Landsgemeindeplatz in Frage. Dieser haben aber den Nachteil, «dass durch die notwendigen Sicherheitszufahrten die Stände leider nicht sehr kompakt aufgebaut werden können. Ebenfalls haben wir dort auch Erfahrungen mit Windböen von der Seeseite her gemacht», erklärt Fredy Weller. Sehr wichtig sei zudem, dass der Markt möglichst zusammenhängend sei. «Die Kulisse der Altstadthäuser prägt den Markt markant und vermittelt Identität und Geborgenheit», so Weller. Des Weiteren lasse sich die Atmosphäre auf dem Hirschenplatz nicht einfach so ersetzen und auf den Landsgemeindeplatz transferieren. Aus diesem Grund müsste dann im Bereich Seestrasse/Landsgemeindeplatz eine zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung montiert werden, ist Weller überzeugt. Doch diese Massnahme könne der Weihnachtsmarkt nicht selber stemmen. Da sei die Stadt Zug gefordert.

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