In Neuheim ist doch alles nur Theater

Die Theatergruppe Neuheim widmet sich einem bewährten Bühnenstoff, der reichlich Lacher garantiert.

Andreas Faessler
Drucken
Teilen

Nach «Älplerläbe» im vergangenen Jahr wird auch die heurige Produktion der Theatergruppe Neuheim amüsant und lustvoll. Als Bauernschwank in drei Akten wird das Stück angepriesen: «Alles nur Theater» entstammt der Feder des deutschen Theaterautors Erich Koch. Die Neuheimer führen die Schweizerdeutsche Fassung von Stefan Limacher auf.

Das Stück handelt vom Bauern Alfons Gschwind. Er ist dem Alkohol alles andere als abgeneigt und ist auch nicht gerade der mustergültige Chrampfer. Am liebsten schaut er im «Ochsen» ins Glas, seit dort eine fesche neue Kellnerin serviert. Alfons hat ein Auge auf sie geworfen und will sich ihr annähern – mit einem Theäterchen. Doch hat er die Rechnung ohne seine bessere Hälfte Agnes gemacht: Die kriegt Wind von Alfons’ Plänen und will diese torpedieren. Ihre Schwester Berta Gans, eine bornierte, etwa 50-jährige Jumpfer, will ihr dabei helfen. Praktischerweise lebt sie im selben Haushalt wie Alfons und Agnes. Den Bauern stört das aber schon lange, denn Berta ist oft Grund, warum er mit seiner Frau Streit hat. Er will die alternde Jumpfer, nach der in seinem Stall eine Kuh benannt ist, weghaben und ersucht seinen verwitweten Freund Heinz Haubensack um Hilfe, dem er am liebsten die Berta andrehen würde, doch würde der eher regelmässig in der Gülle baden, als sich mit Alfons’ Schwägerin das Leben zu versauen.

Mit im bäuerlichen Familienreigen ist auch Alfons’ Tochter Eva, eine quirlige, leicht ausgeflippte junge Frau, die kein Interesse an langweiligen Männern hat – eigentlich. Doch dann kommt Urs Grübel ins Spiel, Student und biederes Muttersöhnchen, den Eva nicht ganz unsympathisch findet. So gar nichts übrig für Männer hat dafür die Pfarrköchin Franziska Seelig. Sie läuft am liebsten mit erhobenem Moralfinger durchs Dorf und wacht über die sittliche Ordnung. Sowas geht manchmal gar nicht gut, wie der Altwarenhändler Franz Iseli und andere Protagonisten bald erfahren müssen...

Hinweis
Aufführungen in der Lindenhalle am 23. Nov., 14 Uhr (Kinderaufführung) und 20 Uhr (Premiere). Weitere: 27. und 30. Nov., jeweils 20 Uhr, sowie am 7. Dez. (20 Uhr) und 8. Dez. (14 Uhr). Details unter www.theatergruppe-neuheim.ch