Ist sterben eine Sünde?

Zur Coronakrise

Merken
Drucken
Teilen

Wenn man in den Medien verfolgt, was alles unternommen wird in Sachen Covid, wie die Alten bevorzugt geimpft werden, welcher Aufwand getrieben wird, um uns am Leben zu erhalten, könnte man zum Schluss kommen, Sterben sei eine Sünde und müsse so lange wie möglich vermieden werden. Aber jedermann weiss, dass Sterben zum Leben gehört und nicht zu umgehen ist.

Der Grund für die Angst vor dem Sterben liegt darin, dass sich die meisten immer noch mit ihrem Körper identifizieren. Wir werden nun im neuen Zeitalter lernen müssen, dass unsere Persönlichkeit etwas Höheres ist als unser Körper, und unser Körper nur ein Werkzeug ist, das wir jede Nacht einige Stunden weglegen, um es schärfen zu lassen, und am Lebensende permanent entsorgen, um nach einigen Jahren mit einem neuen Werkzeug auf unserem Evolutionsweg weiter in die Höhe zu streben.

Wir werden lernen, dass wir seit Millionen Jahren Tausende Male geboren wurden und wieder gestorben sind, ohne uns dessen bewusst zu sein. Was wir heute sind, verdanken wir all den Erfahrungen, die wir über diese zahllosen Leben gesammelt haben. Tode sind nur Meilensteine auf dem langen Weg zur Vollkommenheit, zur Einswerdung mit der Gottheit.

Alex Nyfeler, Baar