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Kolumne

Jagen liegt stark im Trend

Seitenblick
Charly Keiser
Charly Keiser (Bild: KK)

Charly Keiser (Bild: KK)

Der Zuger Kantonale Patentjägerverein hat 350 Mitglieder. 250 davon nehmen jährlich aktiv an der Jagd teil. Tendenz steigend, wie deren Präsident erklärt. Diese Woche informierte der Verein über den Jagdlehrgang, der im August beginnt und rund anderthalb Jahre dauert. 33 Leute interessieren sich für den Lehrgang. Doch nur 20 können ihn beginnen. Denn das Amt für Wald und Wild des Kantons Zug musste eine Beschränkung in der Höhe der maximalen Klassengrösse verfügen.

Woher rührt das riesige Interesse an der Jagd? Steht dieses nicht völlig quer in der heutigen Meinungslandschaft? Ist doch immer mehr über Veganismus und den Tierschutz zu lesen, und wird im Moment im Kanton Zürich sogar versucht, die Jagd zu verbieten.

Nein. Das ist kein Widerspruch. Denn bei der Jagd geht es nicht darum, Tiere wahllos abzuknallen. Vielmehr geht es um eine Balance in der Natur, denn Wald und Wild stehen durch uns Menschen gewaltig unter Druck. Und es geht vor allem auch um Hege und Pflege sowie den Respekt für die Wildtiere, wie beim besagten Informationsanlass zu erfahren war.

Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen retten, Wild zählen, dieses in strengen Wintern füttern und die amtlichen Vorgaben für eine perfekte Balance umsetzen, sind die noblen Ziele, denen die Jägerschaft nachlebt. Kameradschaft und wunderschöne Stunden in der Natur locken wohl auch immer mehr Bürolisten. Kein Wunder also, ist der Ansturm auf den Jagdlehrgang so gross und muss nun erstmals ein Numerus clausus eingeführt werden.

Ein Jungjäger, der in St. Gallen studiert hat, schwärmte kürzlich über den Jagdlehrgang. Die Fächer: Jagdrecht und Öffentlichkeitsarbeit, Wildkunde und Wildkrankheiten, Waldkunde und Ökologie sowie Jagdkunde und Jagdhunde seien hochinteressant. «Der Unterricht war um einiges spannender als in St. Gallen, und der Lehrgang ist etwas vom Besten, was man auch in Sachen Allgemeinbildung machen kann», begründete er.

Auch ich habe mich für den Jagdlehrgang angemeldet. Ich bezweifle zwar, dass ich zu einem vergifteten Jäger mutiere. Aber ich freue mich über das umfangreiche Wissen über Flora und Fauna, das man mir vermitteln wird. Und ja, auch ich werde wohl dereinst eine Trophäe aufhängen und das Bio-Bio-Bio-Fleisch mit besonderer Andacht geniessen. Waidmannsheil.

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