JAHRESERGEBNIS: Zuger Raiffeisenbanken übertreffen 5-Milliarden-Marke

Der Verband der Zuger Raiffeisenbanken kann fürs Jahr 2016 erfreuliche Zahlen vorlegen. Trotz schwierigem Umfeld konnte die Summe der Hypothekarkredite gesteigert werden.

Christopher Gilb
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Michael Iten (links) und Matthias Brunner haben Grund zur Freude. (Bild: Maria Schmid (Zug, 25. Januar 2017))

Michael Iten (links) und Matthias Brunner haben Grund zur Freude. (Bild: Maria Schmid (Zug, 25. Januar 2017))

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

Zum ersten Mal in seiner Geschichte gelang es dem Verband der Zuger Raiffeisenbanken, eine Bilanzsumme von über 5 Milliarden Franken vorzulegen. Insgesamt beträgt diese fürs Jahr 2016 5,014 Milliarden Franken, das ist eine Steigerung von 4,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Der Bruttogewinn der Raiffeisenbank beträgt 28,65 Millionen Franken, dieser ist 0,9 Prozent höher als im Vorjahr. «In einem wirtschaftlich ausserordentlich anspruchsvollen Umfeld sind die sechs Zuger Raiffeisenbanken weiter gewachsen», sagte dazu der Präsident der Zuger Raiffeisenbanken, Michael Iten, an der Bilanzpressekonferenz. An der letzten Bilanzpressekonferenz sprach die Bankleitung noch von acht Raiffeisenbanken, durch Zusammenlegungen ist die Zahl zwischenzeitlich geschrumpft. «Die Zahl der Geschäftsstellen hat sich aber nicht verändert», so Iten.

Nebenbankkunden zu Hauptkunden machen

Auch im Bereich der Kundengelder war die Raiffeisenbank erfolgreich. «Wir konnten diese um 4,6 Prozent steigern», verkündete der Pressesprecher der Zu- ger Raiffeisenbanken, Matthias Brunner. Die Steigerung führt er darauf zurück, dass die Raiff­eisenbanken in den letzten Jahren vermehrt die Strategie verfolgt hätten, sogenannte Nebenbankkunden, Personen also, die beispielsweise nur ein Konto bei der Bank haben, zu Hauptkunden zu machen. «Für uns ist es das Ziel, dass jemand möglichst viel Angebote von uns nutzen will, diese Strategie geht auf», so Brunner. Als sehr positiv strich er heraus, dass es trotz der Amortisationswelle, bedingt durch die aktuelle Zinssituation, gelungen sei, die Hypothekarkredite um 3 Prozent zu steigern. Diese betrugen im Jahr 2016 4,144 Milliarden Franken. Generell konnte die Bank ihre Kundenausleihungen 2016 um 2,8 Prozent auf 4,238 Milliarden Franken erhöhen.

Auch auf der Ertragsseite sei die positive Entwicklung sichtbar, so Brunner. Der Bruttoertrag nahm um 0,4 Prozent zu. Und der Erfolg im Zinsgeschäft wuchs um 2,1 Prozent. «Die Kommissions- und Handelserträge haben das Vorjahresergebnis jedoch nicht erreicht», sagte Brunner. Dies hänge aber auch damit zusammen, dass im Januar 2015 in diesem Bereich ausserordentliche Erträge erzielt worden seien, die sich dann auf den damaligen Abschluss ausgewirkt hätten. «Die Zuger Raiffeisenbanken stehen auf einem absolut soliden Fundament», betonte Brunner. Dies zeige sich darin, dass diese die hohen Eigenkapitalerfordernisse, welche es als systemrelevante Bank zu erfüllen gebe, schon übertreffen würden.

Während das Jahr 2016 im Investitionsbereich ein Jahr der Konsolidierung gewesen sei, stünden in den nächsten Jahren wieder grössere Veränderungen an, so Brunner. «Wir werden unser gesamtes IT-System erneuern und den Anforderungen des digitalen Bankings noch besser anpassen.» Brunner kam weiter auf die neue E-Banking-Plattform der Bank zu sprechen. Über diese werden schon 80 Prozent des Zahlungsverkehrs abgewickelt. Eine Kürzung der Öffnungszeiten in den Geschäftsstellen plant der Verband der Zuger Raiffeisenbanken derzeit aber nicht.

Bild: Tabelle: Zuger Zeitung

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