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JAHRESRECHNUNG: Baar schreibt riesiges Plus statt deutliches Minus

Nach der Stadt Zug präsentiert auch die Gemeinde Baar ein deutlich besseres Jahresergebnis 2016 als budgetiert. Die Abweichung beträgt rekordhohe 22 Millionen Franken.
Charly Keiser
Im Schulhaus Wiesental muss die Gemeinde Baar tüchtig investieren. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Im Schulhaus Wiesental muss die Gemeinde Baar tüchtig investieren. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

15,4 Millionen Franken Ertragsüberschuss – statt 6,5 Millionen Franken Defizit. So sieht die Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Baar aus. Kein Wunder, schreibt die Gemeinde in ihrer diesbezüglichen Medienmitteilung von einer «erfreulichen Entwicklung» und von «guter Disziplin».

Es sind in erster Linie die Erträge, die dieses spektakuläre Ergebnis möglich gemacht haben. So sind die Fiskalerträge der natürlichen Personen um 5,2 Millionen Franken, die der juristischen Personen um 12 Millionen Franken sowie die Sondersteuern um 2,8 Millionen Franken höher ausgefallen als veranschlagt. «Dies ist nebst dem anhaltenden Bevölkerungswachstum, der ansprechenden Wirtschaftsentwicklung sowie höherer Erbschafts- und Schenkungssteuern primär auf Sondereffekte bei den juristischen Personen zurückzuführen», präzisiert Finanzchef Hans Steinmann. Verschiedene Firmen aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern hätten 2015 überdurchschnittlich gute Jahresergebnisse erzielt und als Folge dessen im letzten Jahr hohe Gewinnsteuern bezahlt.

«Wie ein buddhistischer Mönch»

Doch warum ist die Diskrepanz zwischen Budget und Rechnung so hoch und die Budgetgenauigkeit dermassen gering?

«Ich komme mir manchmal vor wie ein buddhistischer Mönch, der am Morgen mit leeren Taschen von Haus zu Haus zieht und nie weiss, wie viel er für sich und seine Gemeinschaft am Abend in der Tasche haben wird», beginnt der Baarer Finanzchef seine Erklärung. Der Kanton könne und die Firmen wollten während des Jahres keine Angaben zu ihren Gewinnerwartungen machen, sagt Steinmann. Da er nur Einnahmen budgetiere, die mit handfesten Belegen untermauert seien, sei die Chance grösser, dass die Rechnung jeweils besser abschliesse als budgetiert, erklärt er und fügt an: «Und in Anbetracht des hohen Investitionsbedarfs, wie zum Beispiel beim Schulhaus Wiesental, können wir die Ertragsüberschüsse gut gebrauchen.»

Kostenoptimierungen konsequent umgesetzt

Doch nicht nur die Einnahmen haben zum guten Ergebnis beigetragen. «Alle Abteilungen haben die Kostenoptimierungen konsequent umgesetzt und so individuell zum tieferen Sachaufwand beigetragen», schreibt nämlich die Gemeinde weiter. Zusammen mit dem tieferen Personalaufwand, der betragsmässig unter das Niveau des Jahres 2014 gefallen sei, sowie geringerer Abschreibungen habe das Budget um 3 Millionen Franken unterschritten werden können.

Die Nettoinvestitionen beliefen sich 2016 auf 6,5 Millionen Franken, und dank dem hohen Ertragsüberschuss liegt der Selbstfinanzierungsgrad wieder über 100 Prozent. Baar konnte damit seine Investitionen mit den im Berichtsjahr erwirtschafteten Mitteln finanzieren. Das Finanzvermögen hat um 14 auf 139,3 Millionen Franken zugenommen, und die Eigenkapitalsumme steigt auf 172,9 Millionen Franken, was einer Eigenkapitalquote von 91,5 Prozent entspricht.

Bild: Grafik Isi

Bild: Grafik Isi

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