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Die Anpassung der Zuger Fischereiverordnung ermöglicht mehr Flexibilität

Die Fischer freut’s: Die Regierung hat einer Änderung der Fischereiverordnung zugestimmt. Damit können nun beim Schleppfischen verschiedene Gerätschaften eingesetzt werden. Solange sie insgesamt nicht mehr als zehn Anbissstellen haben.
Christopher Gilb
Ein Fischer auf dem Zugersee. Nicht mehr alle gehen so klassisch dem Hobby nach. (Bild: Stefan Kaiser (25. August 2016))

Ein Fischer auf dem Zugersee. Nicht mehr alle gehen so klassisch dem Hobby nach. (Bild: Stefan Kaiser (25. August 2016))

Das Schleppfischen wird immer beliebter. Bei dieser Angeltechnik werfen die Fischer ihr Angelgerät nicht an einem festen Punkt aus, sondern ziehen die Köder vielmehr im Boot hinter sich her. Entscheidend ist es dabei, die erfolgsversprechenden Stellen im See abzufahren. Der Hauptvorteil liegt in der Anzahl Köder, welche gleichzeitig eingesetzt werden können, sodass während einer Fahrt mehrere Fische auf einmal gefangen werden können. Die maximale Anzahl der Köder wird durch die Fischereiverordnung des jeweiligen Kantons bestimmt.

Diese aber war im Kanton Zug im Bezug aufs Schleppfischen etwas unflexibel, wie Priska Müller, die zukünftige Leiterin des Amtes für Wald und Wild des Kantons Zug, sagt. Ganz zum Unverständnis der Fischer. «Bisher war jedes einzelne System geregelt, in diesem Bereich gibt es aber viele Innovationen, es werden beispielsweise ständig neue Köder entwickelt.» Dies habe dazu geführt, dass der Kanton bezüglich des Erlassens neuer Verordnungen immer im Hintertreffen gewesen sei, so Müller. «Und die Schleppfischer, die etwas Neues probieren wollten, waren teils verunsichert, ob dies überhaupt bereits zulässig ist oder nicht.» Im Detail hiess es in der bisherigen Verordnung, dass die «Schleppangelfischerei mit einer gesteckten Rute oder einem Seehund mit höchstens fünf Köderleinen zu je einem Köder mit maximal drei mehrendigen Haken» zulässig sei sowie «mit der Tiefseeschleike mit höchstens fünf Schnüren zu je einem Köder mit maximal drei mehrendigen Haken» und «mit maximal vier Rutenhunden pro Boot und je einem Köder und maximal drei mehrendigen Haken». Auf Betreiben der Fischereiverbände wurde dies jetzt angepasst. Nun soll anstelle der Gerätschaften die maximale Anzahl von Anbissstellen, also Ködern pro Boot, festgelegt werden, der Regierungsrat hat dieser Anpassung bereits zugestimmt. «Neu sind maximal zehn Anbissstellen pro Boot erlaubt», so Müller. «Denn die Anzahl Anbissstellen definiert, wie erfolgreich der Fischer unterwegs sein kann.» Dabei zählt jeder Köder unabhängig der Anzahl Haken als eine Anbissstelle.

Neuerung kommt Fischern entgegen

Die Hobbyfischer jedenfalls wissen die Neuerung zu schätzen: «Die Verordnung ist nun offen für Neuentwicklungen, nun können auch bei der Schleppangelfischerei Gerätschaften mit mehr Anbissstellen als bisher erlaubt zum Einsatz kommen», so Peter Diehm, Präsident des kantonalen Fischereiverbands. Dies würde es beispielsweise vereinfachen, gewisse Bereiche grossflächiger zu befischen. Diehm macht ein Beispiel: «Mit dem Echolot kann man nur einigermassen die Position des Fisches bestimmen.» Deshalb sei es beim Schleppfischen beispielsweise von Vorteil mehrere Anbissstellen auf eine grössere Distanz im Wasser zu verteilen. «Ich sag es immer so», so Diehm, «im Gegensatz zur Jagd entscheidet beim Fischen der Fisch, ob er anbeissen will». Man müsse also möglichst geschickt vorgehen können.

Freude an der Anpassung zeigt man auch beim Fischerverein Ägerisee: «So kann jeder seinem Hobby frönen, wie er will», findet Vereinspräsident Andreas Gisler.

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