Jetzt gehts wieder los

Trotz turbulenter Vorbereitungszeit glänzte die Fasnachtseröffnung in Cham mit bunten Kostümen und fetziger Musik.

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Die Guggenmusig Holdriofäger stimmte auf die Fasnacht ein. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Guggenmusig Holdriofäger stimmte auf die Fasnacht ein. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Wenn am Gemeindehausplatz in Cham der Geruch von Holdrio, Bratwurst und Raclette in der Luft liegt und schon von weitem die Trompeten zu hören sind, ist es wieder so weit: Die Fasnacht wird eröffnet.

Von Jung bis Alt begaben sich chillernde Prinzessinnen, zottelige Bären und grimmige Piraten ins Dorfzentrum und feierten mit der Chamer Guggenmusig Holdriofäger, die den Event wie jedes Jahr organisiert hatte. Seit über zehn Jahren steht der Anlass traditionell unter der Obhut der grün-gelben «Maiskolben», wie sich die Guggenmitglieder in diesem Jahr liebevoll bezeichnen. Wie gewohnt war das Fest ein voller Erfolg. Verschiedene Food- und Kaffeestände sorgten für das kulinarische Wohl, und auch beim Aufbau des grossen Festzeltes und einer «Nikotinhölle» für die rauchenden Fasnächtler wurden keine Mühen gescheut. Sieben Guggen aus Zug, Luzern und Schwyz heizten dem Publikum ein, angefangen mit den «Holdriofägern» selber. Moderiert wurde der Abend von Reto Huber, selber langjähriges Guggenmitglied, nun aber seit drei Jahren nicht mehr aktiv. «Ich muss schauen, dass ich da oben auf der Bühne nicht zu sehr zittere», meinte er, bevor er wieder das Mikrofon anschaltete, um die nächste Gruppe anzusagen. Den Spass bei der Arbeit sah man ihm trotzdem an, und zur Not müsse eben noch mal ein Holdrio her – natürlich nur wegen der Nervosität, bemerkte Huber schmunzelnd.

Keine Müdigkeit vorschützen

Obwohl die Fasnachtseröffnung in Cham bereits Routine sei und vieles von den letzten Jahren übernommen werden könne, sei die Vorbereitung heuer etwas chaotischer vonstatten gegangen als gewöhnlich, erzählte Martin Schicker, einer der Hauptverantwortlichen des Events. «Speziell für uns ist, dass dieses Jahr das gesamte Organisationskomitee gewechselt hat», berichtete der 23-Jährige, «für uns war daher die Planung ein Sprung ins kalte Wasser.» Ihre Erschöpfung nach der zweimonatigen heissen Phase des Probens und Planens wollen sich die Musikanten und Helfer aus Cham aber nicht anmerken lassen. Schliesslich könne das Ergebnis sich sehen lassen, versichert Remy Hess, seit vier Jahren Mitglied bei den Holdriofägern. Und wirklich verbreitete die Gugge nur gute Laune und Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen für alle Fasnachtsfreunde. Der nächste Meilenstein für die Holdriofäger in dieser Saison ist der grosse Fasnachtsball im Chamer Lorzensaal am 5. März.

Sarah Schlüter / Neue ZZ