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Im Kanton Zug gilt das Feuerwerksverbot jetzt absolut

Was sich abgezeichnet hat, ist nun definitiv: Der 1. August muss in Zug ohne Feuerwerk gefeiert werden. Der Kanton hat jegliches Entfachen von Feuer im Freien bis auf Weiteres verboten. Die Migros hat den Verkauf von Raketen und Böllern gestoppt.
Livio Brandenberg

Ein Blick auf die Wetterprognosen zeigt: In der Rubrik «Niederschlag» steht bis am Samstag eine dicke 0. Die Temperaturen bleiben vorerst auf über 30 Grad. Dieses Klima hat den Kanton Zug veranlasst, per sofort ein absolutes Feuerverbot im Freien und damit auch ein Feuerwerksverbot zu verhängen. Dies teilte die Gebäudeversicherung Zug, Abteilung Feuerwehr, gestern mit. Wegen der anhaltenden Trockenheit hatte Zug – wie auch die Kantone Luzern, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden – das Feuern im Wald und an Waldrändern bereits letzte Woche verboten.

Jegliches Abrennen von Feuerwerk in welcher Konfiguration auch immer ist ab sofort strengstens verboten. Dieses absolute Feuerverbot gilt im Kanton Zug bis auf Widerruf. (Bild Robert Hess (Lungern 31. Juli 2017))

Jegliches Abrennen von Feuerwerk in welcher Konfiguration auch immer ist ab sofort strengstens verboten. Dieses absolute Feuerverbot gilt im Kanton Zug bis auf Widerruf. (Bild Robert Hess (Lungern 31. Juli 2017))

Die inzwischen noch trockeneren Böden liessen nun keine Alternative mehr zu: Die Vegetation sowie das herumliegende Ast- und Laubmaterial sei so leicht entflammbar, dass die Gefahr bestehe, dass aufgrund weggeworfener Raucherwaren, Funkenflug eines Grillfeuers oder eines Feuerwerkskörpers Brände entstehen können. Das Verbot beinhaltet folgende Regelungen:

Im ganzen Kanton Zug ist es verboten, im Freien Feuer zu entfachen. Dies gilt für sämtliche Feuerstellen. Es ist verboten, brennende Zigaretten, andere Raucherwaren oder Streichhölzer wegzuwerfen. Rauchen ist grundsätzlich erlaubt. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern jeglicher Art sowie das Steigenlassen von «Heissluftballonen/Himmelslaternen», ist generell verboten.

Der Entscheid, das Verbot absolut zu erlassen, sei am Montagmorgen in Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen gefallen, sagt Marco Cervini, stellvertretender Feuerwehrinspektor der Gebäudeversicherung Zug.

In Zug seien die prognostizierten Niederschläge in einem zu geringen Ausmass eingetroffen. Deshalb gilt das Verbot laut Cervini auch für «Vulkane» oder «Frauenfürze». An dieser Regelung ändere sich vorerst nichts mehr. «Wir entscheiden erst in den Tagen nach dem 1. August, wie es weitergeht.» Man appelliere an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. «Die Situation ist jetzt nun mal so, wie sie ist. Wir hoffen, dass die Bevölkerung den Entscheid akzeptiert und dieses Jahr eben auf Feuerwerk und offene Feuer verzichtet.»

Verzichten wird auch die Genossenschaft Migros Luzern: Wie sie am Montagnachmittag mitteilte, hat sie den Verkauf von Feuerwerk in allen Zentralschweizer Filialen per sofort gestoppt.

Dass nun am Nationalfeiertag kein Feuerwerk gezündet werden darf, habe auch sein Gutes: «Aus der Sicht der Tiere ist das natürlich positiv», sagt Robert Gottschalk, Präsident des Tierschutzvereins Zug. Viele Haus- wie auch Wildtiere reagierten ob des Lärms der Raketen und Böller mit panischer Angst. Der Tierschutzverein Zug habe zum Thema Feuerwerk keine Empfehlung abgegeben, «wir sehen jedoch eine gewisse Sensibilisierung in der breiten Öffentlichkeit diesbezüglich». (lb)

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