Jetzt kommen Hilfspolizisten

Die Attacke auf eine englische Familie im Bahnhof Zug hat auch die Politiker aufgerüttelt. Nun wollen sie Hilfspolizisten einsetzen - gegen den Willen des Stadtrates.

Drucken
Teilen
Die Unterführung im Bahnhof Zug. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Unterführung im Bahnhof Zug. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Parlamentsmitglieder des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug haben am Dienstag über eine CVP-Motion mit dem Titel «Rasche und aktive Bemühungen der Stadt in Ordnungs- und Sicherheitsfragen» debattiert. Der Vorstoss, der an den Stadtrat überwiesen wurde, war eingereicht worden, nachdem eine englische Familie im Bahnhof Zug von Aargauer Jugendlichen verprügelt worden war. Die CVP fordert darin den Einsatz von Sicherheitsassistenten an den Hotspots in der Stadt Zug. Diese Hilfspolizisten sollen vor allem rund um den Bahnhof und das Metalli-Center zum Einsatz kommen.

Der Stadtrat wehrte sich gegen die Überweisung der Motion. «Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Zuger Polizei nicht selber Sicherheitsassistenten einsetzt», sagte Sicherheitschef Andreas Bossard. Diese würden ja weniger kosten als Polizeibeamte; es könnte also mit gleichem Aufwand eine viel grössere Polizeipräsenz erreicht werden.«Nein», entgegnete CVP-Fraktionschef Hugo Halter. Die Polizei könne die Hilfspolizisten nicht selber einsetzen, «sondern nur auf Geheiss der Gemeinden». Trotzdem, Bossard blieb dabei: «Der Stadtverwaltung fehlt das Fachwissen zur polizeilichen Sicherheit.»

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.