Leserbrief

Jetzt nur nicht in Panik verfallen

«Zehn Irrtümer – und wie es wirklich ist », Ausgabe vom 27.Februar

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Es ist schon sehr erstaunlich, dass der Mensch, das «mysteriöse» Wesen, bis heute überlebt hat. Viel Glück war sicherlich auch dabei! Bei bekannten oder wiederkehrenden Krankheiten gibt sich der Mensch sehr gelassen, obschon es immer wieder abertausende Tote gibt. Ebenfalls sterben im Jahr weltweit zirka 700000 an Grippe, 3 Millionen am Alkoholkonsum, 9 Millionen an Krebs, 770000 an Aids, 8 Millionen an Folgen des Tabakkonsums, 9 Millionen an Hunger, 300000 durch Waffen, 13 Millionen an dreckigem Wasser, verpesteter Luft, unwürdigen Arbeitsbedingungen, 1 Million Babys bei der Geburt oder noch am gleichen Tag und so weiter! Wenn aber Neues, scheinbar Unbekanntes auftaucht, wie in diesem Fall das Corona-Virus, fangen wir an, verrückt zu spielen. Schon in den Fällen SARS oder MERS, ebenfalls Corona-Vieren, wurde Panik gemacht. In beiden Fällen hielt sich die Todesrate (zum Glück) in Grenzen. Das gleiche wird auch auf das jetzige Corona-Virus zutreffen. Anscheinend haben nicht viele aus SARS und MERS gelernt. «Dank» heutiger digitalen Medien wird die Angst «Tsunami»- mässig verbreitet und Unruhe geschürt. Corona-Virus stoppen, ja, aber sicher nicht, indem wir in Panik verfallen! So wird sprichwörtlich aus der Mücke einen Elefanten gemacht. Ein Zitat von Albert Einstein lautet: »Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht sicher!»

Martin Iten-Iten, Oberägeri