Jetzt wechselt auch die SP ihre Parteispitze

SP-Präsident Urs Bertschi tritt zurück. Die Partei will sich verjüngen – und schielt dabei auch schon auf die nächsten Wahlen.

Drucken
Teilen
Urs Bertschi. (Bild Archiv)

Urs Bertschi. (Bild Archiv)

Vor einem Jahr hat der Stadtzuger die Leitung der SP des Kantons Zug übernommen. Jetzt will Urs Bertschi im Mai das Präsidium bereits wieder abgeben. Das schlechte Abschneiden der Partei bei den vergangenen Nationalratswahlen sei nicht der Grund, sagt Bertschi, der seit 2001 im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug sitzt. Um die Wahlen geht es aber trotzdem – und zwar um die kommenden. Die SP will in drei Jahren ihren im Herbst 2006 verlorenen Regierungsratssitz zurückerobern. Das Geschick der Partei soll dafür in jüngere Hände gelegt werden. «Mein Rücktritt ist ein Generationenwechsel», so Bertschi. 

Nach Wahlen ist vor Wahlen
Diese Strategie, drei Jahre vor den nächsten kantonalen Wahlen die Parteispitze zu wechseln, ist nicht neu. So treten auch die Präsidenten der kantonalen CVP, SVP und FDP zurück. Wobei Letztere ihren neuen Chef bereits gewählt hat. Und sie alle haben die Wahlen im Jahr 2010 im Fokus. Sein Nachfolger müsse Zeit haben, sich einzuarbeiten, sagte beispielsweise Noch-CVP-Chef Gerhard Pfister. Auch alt FDP-Präsident Jost Windlin bemerkte kürzlich: «Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel.»

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung