Jo Lang verabschiedet sich aus Zug

Der abgewählte Zuger Nationalrat Jo Lang zieht per 1. November von der Stadt Zug nach Bern. Er schliesst ein Comeback auf nationaler Polit-Ebene nicht aus.

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Jo Lang, hier während eines Unterrichts an der Berufsschule. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Jo Lang, hier während eines Unterrichts an der Berufsschule. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Lang macht private Gründe für diesen Wohnortswechsel geltend, wie er in einer persönlichen Erklärung schreibt. Er wolle mit seiner Ehefrau zusammenziehen, die seit vielen Jahren in Bern wohne. Der Wegzugstermin hat einen symbolischen Grund: Vor genau 30 Jahren wurde Lang ins Zuger Stadtparlament gewählt. «Bern fand ich schon immer eine der schönsten und sympathischsten Städte der Schweiz», schreibt Lang weiter. Bereits vor zehn Jahren habe er einen Umzug erwogen, aber «dann passierte das Zuger Attentat; ein Wegzug war mir nach dem 27. September 2001 nicht mehr möglich». Zwei Jahre später wurde er im Kanton Zug in den Nationalrat gewählt.

Danach vertrat der Historiker bis 2011 den Kanton Zug in der Grossen Kammer. Er machte sich als Kritiker der Armee und in aussenpolitischen Fragen einen Namen. Im Herbst 2011 verpasste er um 150 Stimmen seine Wiederwahl, weil die verbundenen Listen seiner Partei und der SP Wähleranteile einbüssten.

Lang, der seit April dieses Jahres im vierköpfigen Vizepräsidium der Grünen Partei der Schweiz ist und Mitglied des Grünen Bündnisses Bern werden will, schreibt weiter, dass «alle anderen Engagements noch völlig offen sind», Ein Comeback als Berner Nationalrat schliesst er nicht aus.

Die Alternativen bedauern Jo Langs Wegzug in einer Mitteilung. Etwas gelindert werde das durch das Wissen, dass er dies der Partei nur zumute, weil er diese politisch und organisatorisch als kerngesund einschätze. Jo Lang wird am 9. Januar im Siehbachsaal in Zug mit einer öffentlichen Feier offiziell verabschiedet.

rem