JODLERFEST: «Es gfreuts Fäscht» hat im Baar begonnen

In Baar ist am Freitagabend das Zentralschweizerische Jodlerfest eröffnet worden. Bis am Sonntagabend werden rund 60'000 Gäste erwartet.

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Als «Alphorntrio Männertreu» dabei (v.l.): Anna Stössel, Nikola Suwald und Danielle Oery. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Als «Alphorntrio Männertreu» dabei (v.l.): Anna Stössel, Nikola Suwald und Danielle Oery. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Es gfreuts Fäscht» soll es bis Sonntag in Baar geben. So lauten das Motto und der Anspruch des Organisationskomitees des 57. Zentralschweizerischen Jodlerfests. Das Baarer Zentrum wird für drei Tage zum Jodlerdorf für die rund 2500 Aktiven und die 60'000 erwarteten Gäste.

Am Freitag eröffneten die Alphorn- und Büchelbläser das Fest. Um 17Uhr begannen die Fahnenschwinger, und um 19 Uhr griffen die ersten Jodler ins Geschehen ein (Wettvorträge bis 21.30Uhr).

Das Jodlerdorf mit allen Festbeizen und Bars ist durchgehend bis Sonntagabend geöffnet. In den Festbeizen treten verschiedene Musikformationen auf.

Am Samstag starten die Alphorn- und Büchelbläser sowie die Fahnenschwinger um 9Uhr mit den Wettvorträgen. Bei den Jodlern geht es um 9.30Uhr los. Die letzten Juchzer verklingen kurz nach 20Uhr. Im Jodlerdorf wird natürlich die ganze Nacht hindurch gefeiert. Auch am Samstagabend sorgen Musikformationen für Unterhaltung.

Am Sonntag beginnt um 9.15Uhr der offizielle Festakt im Martinspark (bei schlechtem Wetter in der Kirche St. Martin). Nach der Übergabe der Zentralfahne und Ansprachen zelebrieren um 9.45Uhr Klaus Hengstler und Didier Sperling den ökumenischen Festgottesdienst. Ab 11Uhr sind die Klassierungslisten an den verschiedenen Infoständen erhältlich.

Grosser Festumzug am Sonntag
Höhepunkt und Abschluss des Jodlerfests ist der grosse Festumzug unter dem Motto «Es gfreuts Fäscht» um 14Uhr. Gegen 700 Mitwirkende in 39 Nummern zeigen das Zentralschweizer Brauchtum in seiner ganzen Vielfalt. Umzugsroute: Büelplatz-Marktgasse-Neugasse-Bahnhofstrasse-Dorfstrasse.

Die Vortragslokale
Die Wettvorträge im Jodelgesang finden in vier Lokalen statt, die sich allesamt im oder rund um das zentrale Jodlerdorf befinden. Gesungen wird in der Kirche St. Martin, in der Aula Sternmatt II, im Dorfmatt und im Gemeindesaal. Die Alphorn- und Büchelbläser spielen auf der Wiese Martinspark in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche St.Martin. Einzig die Fahnenschwinger sind etwas vom Jodlerdorf entfernt. Sie treten in der Waldmannhalle an. Von der Waldmannhalle fährt ein Shuttle-Bus an den Baarer Bahnhof.

Anfahrt
Das Organisationskomitee empfiehlt mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. An jedem Bahnschalter oder Billettautomaten sind vergünstigte Kombi-Billette mit ermässigter Bahnfahrt und Festabzeichen erhältlich. Es verkehren mehrere Extrazüge, auch die ganze Nacht hindurch. Das Festabzeichen gilt als Nachtzuschlag auf den SBB-Strecken und dem Nachtstern-Netz in der Zentralschweiz. Fahrpläne und weitere Infos auf www.sbb.ch/jodlerfestbaar

Autofahrer werden von den Autobahnausfahrten auf die verschiedenen Parkplätze geleitet. Ins Zentrum dürfen nur öffentliche Busse, Cars, Anwohner und Berechtigte fahren. Von den Parkplätzen verkehren Shuttle-Busse ins Zentrum.

Eintritt
Der Eintritt ins Jodlerdorf ist frei. Kostenpflichtig sind lediglich der Umzug vom Sonntag und die Vortragslokale. Das Festabzeichen für 20 Franken berechtigt zum Eintritt zu allen Wettvorträgen und zum Umzug. Einzelkarten für die Wettvorträge kosten für den Freitag 7, für den Samstag 12 Franken, für beide Tage 16 Franken. Der Eintritt nur an den Festumzug kostet 5 Franken.

Silvan Meier/Neue ZZ