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JUBILÄUM: Die Kunsteisbahn Zug AG verzeichnet einen Gewinn

An ihrer 50. Generalversammlung verkündet die Kunsteisbahn Zug AG einen kleinen Gewinn. Ein grosses Fest wirft bereits seine Schatten voraus.
Die EVZ-Fans werden die Bossard-Arena wieder zum Kochen bringen. (Archivbild Stefan Kaiser)

Die EVZ-Fans werden die Bossard-Arena wieder zum Kochen bringen. (Archivbild Stefan Kaiser)

Die Jubiläums-Generalversammlung der Kunsteisbahn Zug AG (KEB) am Samstag ist ohne Trompeten und Fahnen durchgeführt worden. «Für uns gibt es kein Jubiläumsfest», sagt der KEB-Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Wild. Das habe ja der EVZ schon gemacht. Wild schreibt dazu im KEB-Jahresbericht: «Von der offenen Eisbahn über die Hertihalle zur Bossard-Arena war ein langer Weg. Dieser Weg ist aber eine Erfolgsgeschichte für die Stadt Zug und die Initianten, die am Anfang standen und die mit ihrer Idee letztlich die Basis dafür legten, dass heute in Zug Eishockey auf höchstem Niveau in einem Stadion gespielt werden kann, das höchsten Ansprüchen genügt.»

Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat die KEB pro Tag durchschnittlich 573 Eintritte gezählt. Das seien etwas weniger als im Jahr zuvor. Darüber macht sich der KEB-Verwaltungsrat aber keine Sorgen: «Das neue Eisfeld ist nach wie vor attraktiv.» Zunehmend würden auch Expats die Anlage mieten.

Alternativlösung wird zum Alltag

Am Ende der Spielzeit 2015/2016 sind bei der KEB einige Wärmetauscher ausgefallen. Es hat dadurch ein Unterbruch gedroht. Im schlimmsten Fall hätte der EVZ temporär eine andere Heimstätte suchen müssen. Das habe aber abgewendet werden können. Hans-Rudolf Wild sagt: «Die letztes Jahr beschriebene Alternativlösung mit Ammoniak als Kühlmittel hat sich bewährt und wird weitergeführt.» Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe aber nicht: «Die Störfallverordnung ist eingehalten, und es besteht keine Gefahr für Besucher oder Sporttreibende, auch nicht bei ausverkauftem Haus.» Ideal sei die getroffene Lösung, so Wild, auch, weil der Kostenrahmen dafür in einem tieferen Bereich liege als die ursprünglich eingebaute Anlage.

Hat die KEB dank der Streethockey-WM im Jahre 2015 einen Gewinn von fast 100000 Franken erwirtschaftet, ist dieser Wert im vergangenen Jahr auf rund 2000 Franken zurückgegangen. Dies sei aber nicht besorgniserregend, will Wild erwähnt haben. Ein Megaereignis habe halt heuer gefehlt. Das EVZ-Jubiläumsfest Anfang September 2017 habe aber gezeigt, was auf dem Arenaplatz möglich wäre. Die KEB wie auch der EVZ seien deshalb interessiert, die Vermietung der Anlage ausserhalb der klassischen Eissportnutzung zu erhöhen. Das sei aber wegen des engen Zeitfensters nicht einfach.

In der Abschlussrechnung bemerkbar gemacht hat sich auch ein Besuch eines Vertreters der Mehrwertsteuer. Diesem ist laut Wild sauer aufgestossen, dass die KEB der Stadt keine Mieteinnahmen bezahle. Wild sagt: «Die Eidgenössische Steuerverwaltung vertritt die Auffassung, bei der Überlassung der Anlage an die KEB ohne Entgelt handle es sich um eine Subvention.» Das führt nun zu einer empfindlichen Vorsteuerkürzung. Wild ist dabei froh, dass die Steuerverwaltung nach zähen Gesprächen davon Abstand genommen habe, den Maximalbetrag einzufordern. Die KEB hat nun fünf Jahre nachzahlen müssen. Ein solcher Posten wird auch in den künftigen Budgets eingesetzt werden müssen. Wild sagt aber gleichzeitig: «Es hätte mehr gekostet, wenn alles in einem Rechtsstreit geendet hätte.»

Weitere Investitionen sind schon aufgegleist

Im laufenden Geschäftsjahr stehen wieder verschiedene Objekte an. So muss die Bande in der Trainingshalle ersetzt werden. Dort werden ähnliche Umrandungen eingebaut, welche schon in der Bossard-Arena auf diese Saison hin verbaut worden sind. Allenfalls wird die Beleuchtung auf LED umgerüstet. Auch bei der Lautsprecheranlage sollen Verbesserungen vorgenommen werden. Über die Höhe der Kosten für diese Infrastrukturmassnahmen ist nichts Konkretes zu erfahren. Klar ist der Preis der Bande. Diese werden zwischen 200000 und 250000 Franken kosten. Welche Bande es wird, ist noch nicht klar.

Noch nicht morgen, aber schon sehr bald wird die KEB ein anderes Ereignis beschäftigen: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest vom 23. bis 25. August 2019. Dann wird der Arena-platz ein Teil dieses Megaanlasses sein, bei dem pro Tag bis zu 100000 Zuschauer erwartet werden. Aus dem Arenaplatz soll dabei, so Wild, eine Public-Viewing-Zone werden.

Die von 27 Aktionären besuchte Generalversammlung hat dann alle Geschäfte durchgewinkt und den KEB-Verwaltungsrat wieder gewählt. Wild, der seit 30 Jahren in dieser Funktion an Bord ist, sagt aber: «Alle Entscheidungsträger werden älter, und die Gesellschaft wird ihr Augenmerk auch darauf zu richten haben, dass dereinst eine naht­lose Fortsetzung gewährleistet werden kann.»

Im Nachgang an die Generalversammlung hat die Kunsteisbahn ihre Aktionäre zu einem Essen im EVZ-Restaurant 67 eingeladen. Dieses kommt zusätzlich zu der Dividende, welche Eisbahneintritte ohne Entgelt ermöglicht. Diesbezüglich sind KEB-Anteile für Private sehr lukrativ. Vor allem, wenn die Naturaldividende mit dem Wert der Aktie in Relation gesetzt wird.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

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