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JUBILÄUM: Seit 100 Jahren in der Stadt Zug

Für sie gehört der Name Metalli noch zu einer Werkstatt: Lina Vogel-Käch hat die Entwicklung der Stadt Zug zum Wirtschaftsstandort hautnah miterlebt.
Zoe Gwerder
Stadtpräsident Dolfi Müller gratuliert der Jubilarin Lina Vogel zu ihrem 100. Geburtstag. (Bild: PD (Zug, 28. März 2017))

Stadtpräsident Dolfi Müller gratuliert der Jubilarin Lina Vogel zu ihrem 100. Geburtstag. (Bild: PD (Zug, 28. März 2017))

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

«Mein liebster Ort in der Stadt ist am Zugersee.» Und das wohl schon bald seit 100 Jahren. Denn Lina Vogel-Käch hat am Dienstag im Alterszentrum Neustadt, wo sie seit zehn Jahren wohnt, ihren 100. Geburtstag gefeiert. Sie mag es gesellig. Entsprechend hat sie für ihre kleine Feier die Cafeteria des Alterszentrums ausgesucht.

Nun sitzt sie dort, inmitten ihrer Familien und Freunde, und freut sich über die Glückwünsche des Zuger Stadtpräsidenten Dolfi Müller. Auch freut sie sich über die vielen Leute, die an ihrem Geburtstag anwesend sind, und über die Rüeblitorte auf dem Tisch. Neben ihr sitzt ihre Tochter, die zu diesem Anlass aus Kanada angereist ist. Mit ihr telefoniert Lina Vogel täglich.

«Es ist gut, wie es jetzt ist»

Lina Vogel ist in Zug geboren und lebt seither in der Stadt. «Mein Vater arbeitete in der Metalli», erzählt die fröhliche Frau. Die damalige Metallwarenfabrik war der Vorgänger der heutigen V-Zug und hatte seine Werkstätte am Standort, wo jetzt das Einkaufszentrum Metalli steht. Sie selber sei im Kloster Maria Opferung, am Fusse des Zugerbergs, zur Schule gegangen. Gewohnt hat ihre Familie am anderen Ende der Stadt. «Es war ein langer Schulweg», erinnert sich die 100-Jährige. Die Zeit in der Schule hat sie aber in positiver Erinnerung.

Die Entwicklung der Stadt vom armen Städtchen zum brummenden internationalen Wirtschaftsstandort erlebte sie mittendrin. «Alles ist viel schneller geworden», meint sie rückblickend. «Aber es ist auch gut, wie es jetzt ist.» Am liebsten ist sie am See. Unterhalb des Alterszentrums auf einer Bank bei der Schützenmattwiese hat sie viele Stunden verbracht. «Wir gehen dort viel spazieren, wenn es das Wetter zulässt», erzählt ihre Tochter. Diese wanderte vor rund 50 Jahren nach Kanada aus, wo sie heute mit ihrer Familie lebt – Lina Vogel hat zwei Enkelkinder.

Nun lässt sich die Jubilarin im Alterszentrum feiern – wohl aber nicht bis in die Nacht hinein. «Wie lange ich heute noch mag, weiss ich nicht. Ich bin etwas müde», sagt sie mit einem Schmunzeln. Möglich, dass sie schon bald das Geschenk geniessen wird, das ihr Stadtpräsident Müller im Namen der Stadt überreicht hat: «Sonst sind es manchmal Wein oder Blumen, doch die Jubilarin hat sich ein DAB-Radio gewünscht», sagt Müller. So, dass sie ihren Lieblingssender wieder hören kann: die «Musikwelle» von SRF. Diese wird nur noch digital gesendet, weshalb sie Lina Vogel mit ihrem alten Gerät nicht mehr empfangen konnte. Nun kann sie wieder ihrer Leidenschaft frönen.

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