JUGENDGEWALT: Sind die Strafen zu lasch?

Schlägereien und Überfälle von Jungen häufen sich wieder. Über Massnahmen dagegen sind Experten uneins.

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Zwei Jugendliche rempeln sich am Zuger Bahnhof Zug an. Kommts zur Prügelelei? Gestellte Szene. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Zwei Jugendliche rempeln sich am Zuger Bahnhof Zug an. Kommts zur Prügelelei? Gestellte Szene. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

«Es darf nicht sein, dass in der Bevölkerung das Sicherheitsgefühl schlechter wird», stellt Sicherheitsdirektor Beat Villiger klar. Was die jüngsten Schlägereien und Überfälle unter Jungen anbelangt, zeigt er sich sehr betroffen. Die Polizei sei zwar stärker präsent als zuvor. Aber «wir von der Polizei können nicht alles verhindern - weil Jugendgewalt eben auch ein gesellschaftliches Problem ist».

Ist die zunehmende Jugendgewalt Folge eines zu laschen Strafrechts? «Das neue Jugendstrafgesetz wird täterorientiert angewendet. In gewissen Fällen wünschte ich mir härtere Sanktionen», so Villiger. Das Strafgesetz müsse jugendliche Täter abschrecken.

Jugendanwalt Alex Briner hält nichts von drastischen Massnahmen. «Der pädagogische Weg bringt bei der Resozialisierung straffälliger Jugendlicher mehr als blosses Wegsperren.» Seiner Meinung nach bietet das geltende Jugendstrafrecht genügend Möglichkeiten, um Jugendliche angemessen zu sanktionieren.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 8. März.