JUGENDKULTUR: Regierung bricht eine Lanze für die Galvanik

Ob der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug 4,35 Millionen Franken in den Umbau der Galvanik investieren will, entscheidet sich demnächst. Bereits ein Zeichen gesetzt hat der Kanton.

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Die Galvanik in Zug. (Bild Christoph Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Galvanik in Zug. (Bild Christoph Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Regierungsrat investiert 500'000 Franken in die Galvanik. Mit diesem Beitrag werde «massgeblich» dazu beigetragen, dass die Arbeiten am brandgeschädigten Gebäude starten können, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Diese ist so geschrieben, als ob die Sanierung des Kulturzentrums bereits beschlossene Sache ist. Dem ist jedoch nicht so, auch wenn die Vorzeichen dafür gut sind: Erst am kommenden Dienstag werden die Stadtzuger Politiker über den Löwenanteil – ein Kredit über 4,35 Millionen Franken – für die Instandsetzung entscheiden. Nach der Bau- und Planungskommission (BPK) des Stadtparlaments hat auch die Geschäftsprüfungskommission (GPK) dem Kredit mit 6 zu 1 Stimme zustimmt.

Auch Gemeinden wollen mitfinanzieren
Die Gemeinden Baar, Cham, Steinhausen, Hünenberg und Risch haben zudem an der Gemeindepräsidentenkonferenz Ende Oktober an den Baukredit Beiträge in der Höhe von 160'000 Franken in Aussicht gestellt. Die Kosten für die Lautsprecher im Bar-, Konzertsaal, die Soundanlage für Konzerte sowie die Bar werden durch die Interessengemeinschaft Galvanik Zug erbracht und von der Ernst-Göhner-Stiftung teilsubventioniert.

Bauarbeiten im Herbst 2010 abgeschlossen
Seit der Schliessung der Galvanik im Herbst 2008 fehle der Zuger Jugend ein «zentraler Treffpunkt». Daher – auch weil dies Kritiker auf den Plan rufe – sei «es von vitalem Interesse, dass die Galvanik so bald wie möglich ihren Betrieb wieder aufnehmen kann», schreibt die Regierung in ihrem Communiqué weiter, das durchaus als taktischer Schachzug im Hinblick auf die Sitzung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug verstanden werden. Die Arbeiten sollen gemäss der Mitteilung im Herbst 2010 abgeschlossen sein. Der Kanton plant, die Galvanik mit jährlichen Betriebsbeiträgen 160'000 Franken in vergleichbarer Höhe wie die Stadt Zug 190'000 Franken zu unterstützen.

scd