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Konferenz in Rotkreuz: Jugendliche äussern ihre Wünsche

An einer Konferenz erhielten Jugendliche die Gelegenheit, sich zum Thema Jugendräume einzubringen. Die Inputs waren zahlreich – und werden nun weiterverfolgt.
Rahel Hug
Die Workshopteilnehmer sind konzentriert bei der Sache. Bild: PD

Die Workshopteilnehmer sind konzentriert bei der Sache. Bild: PD

Wie steht es um Jugendräume in der Gemeinde Risch? Was wünschen sich die Jugendlichen, welche Ideen und Anliegen haben sie? Diese Fragen standen am Samstag, 30. Juni, in Rotkreuz im Fokus. Organisiert wurde der Anlass von der Jugendförderung und Gemeinwesenarbeit. «An den vergangenen kantonalen Jugendpolittagen waren Jugendräume immer wieder ein Thema, so auch am letzten Anlass im April», sagt Andrea Burger, Soziokulturelle Animatorin bei der Gemeinde Risch.

«Wir haben das Thema aufgenommen und diesen Anlass zum Thema Jugendräume organisiert. Uns ist es wichtig, die Jugendlichen miteinzubeziehen und zu erfahren, was ihre Vorstellungen sind.» Gemeinsam mit Jungpolitikerinnen und Jungpolitikern wurde die Konferenz vom Samstag auf die Beine gestellt. Die Teilnehmer waren im Alter von 13 bis 25 Jahren.

In der Gemeinde existierten laut Andrea Burger früher neun sogenannte Cliquenräume – Räume, die junge Leute mieten und in denen sie für sich sein können. Aus feuerpolizeilichen Gründen musste jedoch ein Grossteil dieser Treffpunkte inzwischen geschlossen werden. Aktuell sind beim Zentrum Dorfmatt zwei teilautonome Räume in der Zivilschutzanlage verfügbar. An der Konferenz waren nicht nur Räumlichkeiten Thema, wie Andrea Burger berichtet: «Der dreistündige Workshop wurde sehr offen gestaltet.»

Ein Freiluftkino oder mobile Räumlichkeiten

Von den Jugendlichen kamen zahlreiche Rückmeldungen. So wünschen sie sich ein lebendigeres Dorf, das ihnen und ihren Bedürfnissen mehr gerecht wird. Ein Vorschlag der Teilnehmer war beispielsweise ein Public Viewing oder ein Kinofilm, projiziert auf die Rückseite der Turnhalle. Eine weitere Idee ist ein mobiler Raum, beispielsweise in einem alten Bauwagen, den sie gestalten und nutzen können. Mittelfristig wünschen sich die Jugendlichen eine Mehrzweckhalle oder einen grösseren Raum, in dem sie beispielsweise Konzerte oder Aufführungen veranstalten können. Wie Andrea Burger ausführt, geht es darum, die Kultur von, mit und für Jugendliche zu fördern.

Ausserdem steht die Idee im Raum, ein altes Chalet auf dem Gemeindegebiet umzunutzen und dort allenfalls Cliquenräume, Bandproberäume, eine offene Werkstatt oder eine Kombination dieser Ideen einzurichten. Von den fünf Projektideen, die sich an der Konferenz herauskristallisiert haben, ist eine weitere der Wunsch nach einer Jugendbar, die Jugendlichen für Jugendliche führen möchten, allenfalls in Zusammenarbeit mit einem bestehenden Restaurant. Die Jugendlichen wünschen sich zudem eine Erweiterung der bestehenden Angebote von «MidnightSports» und «Move it» um die Möglichkeit, auch im Sommer kleine Turniere zu organisieren und durchzuführen. «Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Gemeinde Risch den Jugendlichen als Wohnort gefällt. Trotzdem gehen sie nach Luzern, Zug oder in den Kanton Aargau in den Ausgang.»

Mit dem Engagement der Teilnehmer ist die Soziokulturelle Animatorin sehr zufrieden. «Die Jugendlichen waren motiviert und haben wichtige, gute Vorschläge eingebracht. Die Veranstaltung war aus unserer Sicht ein Erfolg. Es ist unser Ziel, die Jugendlichen ernst zu nehmen und ihnen zu ermöglichen, das Gemeindeleben mitzugestalten.» Es zeige sich, dass die Möglichkeit zu partizipieren auf Interesse stosse.

Ergebnisse sollen im Januar 2019 vorliegen

Die Projektideen werden weiterverfolgt. «Die Jugendlichen konnten sich für eine Projektidee einschreiben, an der sie weiterarbeiten möchten», so Andrea Burger. Dabei werden sie von der Jugendförderung und Gemeinwesenarbeit begleitet und unterstützt. Die Organisatoren werden ausserdem einen Bericht mit Empfehlungen zu Handen des Gemeinderats verfassen. Laut dem zuständigen Gemeinderat, Sozialvorsteher Roland Zerr, werden die Inputs der Jugendlichen aufgenommen und in die Planung eingearbeitet. «Voraussichtlich im Januar 2019 sollten die Ergebnisse vorliegen.»

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