Jugendliche fordern Gratis-öV im Kanton Zug

52 Jugendliche haben sich am Mittwoch im Kantonsratssaal in Zug zum ersten Kantonalen Jugendpolittag getroffen. Gefordert wurden unter anderem eine kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs, ein offener Mittagstisch in der City sowie mehr günstiger Wohnraum.

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Jugendliche diskutieren mit Behördenvertretern. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Jugendliche diskutieren mit Behördenvertretern. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Für eine der reichsten Kantone der Schweiz seien die Preise für den öffentlichen Verkehr eine Schande, fanden die Jugendlichen. Als Lehrlinge seien sie auf Bus und Bahn angewiesen und verfügten dabei über das kleinste Einkommen. Weiter bemängelten sie die ungenügende Erreichbarkeit der Berggemeinden. Zur Lösung des Problems regten die Jugendlichen einen Funkbus an.

Gefordert wurde am Kantonalen Jugendpolittag zudem ein Platz in der City, wo Jugendliche sich zum Mittagessen treffen können. Restaurants seien für sie nicht zahlbar, öffentliche Bänke zu wenig vorhanden und nur bei schönem Wetter zu nutzen. Auf der Wunschliste steht zudem ein Jugend-Café.

Ein Dauerbrenner sei der nicht verfügbare Wohnraum für Junge und Wohngemeinschaften, heisst es in der Mitteilung der Fachstelle Punkto für Jugend und Kind. Bemängelt worden sei die Raumplanung, die mehrheitlich auf teure gehobene Immobilien setze, die für Berufseinsteiger unerschwinglich seien.

Der Kantonale Jugendpolittag ist ein Anlass für die Zuger Jugend, der von der Fachstelle Punkto Jugend und Kind im Auftrag des Departements des Innern durchgeführt wurde. Die jungen Teilnehmer aus allen Zuger Gemeinden erarbeiteten dabei in regionalen Gruppen ihre Wünsche und Bedürfnisse, die sie anschliessend mit Politikern aus ihren Gemeinden diskutierten.

sda