Junge Hünenberger wollen eine neue Perspektive für das Zythus-Areal aufzeigen

Eine Allianz aus Jungpolitikerinnen und -politikern will die Weiterentwicklung des Zythus-Areals vorantreiben.

Vanessa Varisco
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Das Areal mit Parkplätzen beim Zythus Hünenberg See soll überbaut werden.

Das Areal mit Parkplätzen beim Zythus Hünenberg See soll überbaut werden. 

Bild: Stefan Kaiser (9.Dezember 2019)

Die Diskussionen um die Entwicklung des Zythus-Areals in Hünenberg reissen nicht ab. Erst letzten Montag wurden an der Gemeindeversammlung diverse Interpellationen zu diesem Thema beantwortet. Diskussionspunkte waren neben der Ausnützungsziffer einer allfälligen Überbauung auch der Ökihof neben dem Park+Ride-Areal, welcher den Gebäuden weichen müsste. Nun wollen auch die Jungen ihre Perspektive einbringen. Am Dienstag haben sich deshalb Jungpolitikerinnen und -politiker aus der ortsansässigen CVP, FDP, SP und dem grünen Forum zusammengeschlossen und eine Allianz gegründet, um ihre Anliegen vorzubringen. «Verschiedene Voten der Stimmberechtigten erweckten den Eindruck, dass man den Status quo auf dem Areal beibehalten will und keine Weiterentwicklung stattfinden soll», erläutert Virginia Köpfli (SP), eine der Jungpolitikerinnen.

Doch gerade für junge Leute biete die Entwicklung auf dem Gebiet Chancen. «Wir möchten deshalb mitgestalten und eine Vision für dieses Areal formulieren, die uns allen zugutekommt», so die SP-Frau. «Es muss jetzt vorwärtsgehen», findet sie. Konkrete Pläne, wie die Entwicklung aussehen soll, liegen noch nicht vor, aber nächste Woche will die Allianz ihre Vision für das Zythus-Areal präsentieren. Ziel ist schlussendlich, eine Interessengemeinschaft (IG) zu gründen. Dass vier Parteien in dieser Allianz vertreten sind, führt dazu, dass eher Kompromisse gefunden werden müssen, doch Köpfli zeigt sich zuversichtlich, dass das klappt.

«Die Fronten scheinen verhärtet»

Eine IG, die sich mit dem Zythus-Areal befasst, existiert bereits. Sie wünscht sich eine massvolle Entwicklung des Gebiets – insbesondere sollen bei der Bebauung die Grundmasse der Zone W2b nicht überschritten werden – und hat beim Gemeinderat eine entsprechende Motion eingereicht. Über die Gültigkeit entscheidet das Verwaltungsgericht. «Die Fronten scheinen verhärtet», kommentiert Köpfli. Die Allianz möchte den Diskurs deshalb auflockern mit neuen Ideen. Zu berücksichtigen gilt, zurzeit gibt es noch keine konkreten, geschweige denn detaillierten Pläne für eine allfällige Überbauung. Weshalb ist diese Allianz also jetzt schon notwendig? «Weil wir mitentwickeln und gestalten möchten – proaktiv», betont Köpfli.

Das Zythus-Areal bewegt die Gemeinde schon länger. Bereits im September 2018 wurde etwa die bereits erwähnte Motion «für eine massvolle Entwicklung des Zythus-Areals» eingereicht. Im Anschluss hatten verschiedene Gespräche mit dem Gemeinderat stattgefunden, in denen allerdings kein Konsens gefunden wurde.

Das Land gehört mehrheitlich dem Kanton Zug. Entstehen sollen Wohnungen, Verkaufs-, Büro-, Praxis- sowie Gewerbeflächen. Weil das Areal aktuell noch Zone des öffentlichen Interesses ist, muss für eine Überbauung eine Umzonung erfolgen. Jene kommt zwingend vors Volk.