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Junge Zuger Tüftler auf den Spuren Leonardo da Vincis

Während vier Tagen wird an kreativen Projekten gearbeitet. Dieses Mal dreht sich alles um Mechanik.
Stephanie Hostettler
Die Schwestern Katherine (links) und Camilla Summers experimentieren im Tüftellabor Einstein. Bild: Maria Schmid (Zug, 8. Oktober 2019)

Die Schwestern Katherine (links) und Camilla Summers experimentieren im Tüftellabor Einstein. Bild: Maria Schmid (Zug, 8. Oktober 2019)

Im obersten Stock des alten Kantonsspitals an der Artherstrasse 27 in Zug befindet sich das Zuger Tüftellabor. Es ist ein Atelier für Kinder ab neun Jahren, die gerne kreativ werden. Seit sieben Jahren veranstalten die Tüftellabore der Schweiz ein viertägiges Tüftelcamp.

Das Gefühl, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und gleich selbst loslegen zu wollen, bekommt der Besucher sofort, wenn er die bunten Räume des Tüftellabors durchquert. In den Gängen sind fertige Arbeiten von früheren Projekten ausgestellt. In jedem Raum haben die Kinder andere Materialien und Werkzeuge, mit denen sie basteln, kleben, konstruieren und werken können.

Wie eine solarbetriebene Spieluhr entsteht

Die Arbeit in der Werkstatt soll beim Nachwuchs die Neugier und Freude an den sogenannten Mint-Berufen wecken. In den Berufsfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint) gibt es nämlich einen grossen Fachkräftemangel. Das diesjährige Thema des Tüftelcamps lautet «Leonardo da Vinci»; entsprechend beschäftigen sich die Kinder mit Maschinen und Automaten.

Katherine Summers beispielsweise ist an diesem Nachmittag vertieft ins Zusammenfügen der Wände ihrer solarbetriebenen Karussell-Spieluhr. «Angemalt habe ich sie schon. Wenn es gleich 2 Uhr schlägt, wollen wir schauen, ob die Uhr schon funktioniert», sagt die 11–Jährige. Leider schlägt zwei Minuten später nur die weit entfernte Kirchenuhr, die Spieluhr von Katherine Summers bleibt still. Sofort verteilen sich Jungs und Mädchen um die Spieluhr und überlegen, was nicht funktioniert hat. Sie kommen zum Schluss, dass sie die solarbetriebene Uhr zu kurz aufgeladen haben. Sie bringen die Spieluhr wieder am Fenster in Position und gehen in der Zwischenzeit anderen Aufgaben nach.

Ein Besuch bei den «Profitüftlern»

Die Kinder arbeiten während vier Tagen, von Dienstag bis Freitag, an ihrem Projekt. Zusätzlich macht das Tüftelcamp eine Exkursion zu Fachleuten. In den vergangenen Jahren besuchten sie Betriebe wie die WWZ oder die Roche. Dieses Jahr geht es in die Halle 44, welche ebenfalls viele kreative Werkstätten und Ateliers bietet.

In den Tüftellaboren hat es erfahrene Coaches, welche die Kinder bei ihren Projekten unterstützen. Sie arbeiten vertieft mit immer je einer Gruppe an einem Teil des Projekts. Da jedes der Kinder am Ende des Projekts eine fertige Spieluhr haben soll, werden sie von den Coaches angeleitet. Die Mehrheit dieser arbeitet ehrenamtlich und ist bereits pensioniert. Sie kommen aus verschiedenen Mint-Berufsfeldern und können so den Kindern das Fachwissen vermitteln, welches sie für die Projekte brauchen.

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