Kommentar

Junge Zugerinnen und Zuger setzen auf innovative Verkündigung

Kommen die Menschen nicht in die Kirche, muss die Kirche zu den Menschen gehen. Junge Zugerinnen und Zuger machen vor, wie das geht. Es ist gut, engagieren sich immer mehr junge Menschen für ihren Glauben, findet Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung».

Harry Ziegler
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Harry Ziegler.

Harry Ziegler.

Bild: Stefan Kaiser

Eine Aufgabe der Landeskirchen in der Schweiz ist die Verkündigung des Evangeliums und die Weitergabe des Glaubens. Damit tun sich die traditionellen Glaubensgemeinschaften schwer. Sie erreichen ihr Zielpublikum nicht mehr. Die Kirchen und Kapellen bleiben zunehmend leer. Was also tun, um den Auftrag zu erfüllen?

Kommen die Menschen nicht zur Kirche, so muss die Kirche eben zu den Menschen gehen, lautet ein geflügeltes Wort. Das haben 25 junge Menschen im Pastoralraum Zug Berg wortwörtlich genommen. Sie haben, wie unsere Zeitung am Freitag berichtete, eine fahrbare Kapelle gebaut, die – den Segen des Strassenverkehrsamts vorausgesetzt – an verschiedene Orte in der Region Berg gefahren und zum Verweilen und Ruhe finden einladen wird.

Die in Holz gehaltene, über 7 Meter lange und über 3 Tonnen schwere Holzkonstruktion begeistert bereits jetzt, ohne je einen Meter gefahren zu sein, die Verantwortlichen des Bistums Basel. Bischof Felix Gmür erklärte sich sogar bereit, die Kapelle einzusegnen.

Überhaupt engagieren sich immer mehr junge Menschen in der Kirche. Und das mit innovativen Ideen und frischen Vorstellungen. Dazu gehört auch die fahrende Kapelle aus Oberägeri. Übrigens, das fahrbare Gotteshaus muss am Montag im Strassenverkehrsamt vorgeführt werden. Beten Sie dafür oder drücken Sie die Daumen, dass ab dann die Kirche im Kanton Zug nicht mehr nur symbolisch zu den Menschen geht.