Geheimdienst-Affäre: Jungpolitiker protestieren vor Crypto-Gebäude

Nach den Enthüllungen rund um die Verstrickungen der Zuger Firma Crypto AG in Geheimdienstaktivitäten der CIA und des BND haben am Mittwoch Jungpolitiker vor dem Unternehmen demonstriert.

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Mitglieder der Jungen Alternative Zug vor dem Crypto-Firmensitz in Steinhausen.

Mitglieder der Jungen Alternative Zug vor dem Crypto-Firmensitz in Steinhausen.

Bild: PD

(mua) «Wir fordern lückenlose Aufklärung und Transparenz», wird Delia Meier, Co-Präsidentin der Jungen Alternative Zug, in einer aktuellen Medienmitteilung der Partei zitiert. Meier äussert sich damit zu den Enthüllungen rund um die Verstrickungen der Zuger Firma Crypto AG in Geheimdienstaktivitäten der CIA und des BND. Die Jungen Alternativen Zug protestierten am Mittwoch spontan mit zehn Personen vor dem Gebäude der Crypto International AG in Steinhausen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

«Es braucht ehrliche Antworten auf Bundes- wie auch Kantonsebene», fordert Konradin Franzini, Co-Präsident der Jungen Alternative Zug, in der Mitteilung weiter. Sowohl vom aktuellen Chef des Nachrichtendienstes Jean Philippe Gaudin als auch von seinem Vorgänger Markus Seiler, welcher heute als rechte Hand von Bundesrat Ignazio Cassis amte, würden Antworten erwartet, heisst es in der Mitteilung. So solle eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) auf Bundesebene klären, inwiefern die Schweizer Politik, allen voran der Bundesrat, in diese Vorgänge eingeweiht waren. Fraglich sei auch, was die Zuger Politik davon gewusst habe. So seien in den letzten Jahrzehnten verschiedene Zuger Politiker im Verwaltungsrat der damaligen Crypto AG vertreten gewesen, gibt die Jungpartei abschliessend zu bedenken.

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