JUSTIZSKANDAL: Ein PR-Büro hat die Uster-Attacke verfasst

Für die Medien­aufarbeitung hat die zuständige Kantonsrats­kommission eine Werbeagentur geholt. Das kostet nicht nur viel, sondern bringt auch den Bericht in Verruf.

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Der ehemalige Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der ehemalige Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Während fast 30 Jahren wurden im Kanton Zug Strafen und Massnahmen nicht vollzogen. Ein namhafter Experte schlüsselte vor gut einem Jahr 188 Fälle auf. Doch jetzt erhebe die Staatsanwalt gegen den früheren Amtsleiter nur in 21 Fällen Anklage wegen Begünstigung, sagt sein Verteidiger – und es könnten noch viel weniger werden.

Andreas Huwyler, Präsident der Justizprüfungskommission, hat inzwischen zugegeben, dass die Medienmitteilung und die Durchführung der Pressekonferenz am 8. Juni von der PR-Agentur Nestro erfolgte. Der Auftrag ans Werbebüro erfolgte durch Huwyler und Irène Castell (FDP), der Sachreferentin in diesem Fall. Er kostete rund 16'000 Franken. Die Alternativen sehen sich in ihrer Ansicht bestätigt, dass sich die Medienmitteilung auf ihren früheren Regierungsrat Hanspeter Uster fokussiert. Die Fraktion ist befremdet über dieses Vorgehen und die einseitige Mitteilung.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.